Doroban, Dorobantz. Walachei Rumänien.

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Doroban oder Dorobantz.

Ein Polizist der Walachei, Rumänien. Grenzgarden Dorobantzen (Gendarmen). Illustration Michel Bouquet.

Der Dorobantz.

Der Begriff des Dorobantzen konnte nicht eindeutig geklärt werden. In historischen Reisebeschreibungen (hauptsächlich französischen), wird er allgemein als Dorfpolizist bezeichnet, bis hin als Teil osmanischer Elitetruppen, Personenschutz, Garde, Osmanische Söldner „Arnaut“ (Albaner), Albanischer Infanterie Elitesoldat, als Leibgarde und zur Grenzsicherung. Er tritt aber auch als ethnische Minderheit der Wallachei auf, jedoch ohne nähere Beschreibung.

Abbildungen von Janet-Lange:

Dorobantz aus Romanatz, Rumänien (Vorder,- und Rückseite).
Dorobantz aus dem Bezirk Tirgovichs, Rumänien.
Dorobantz aus dem Bezirk Slatina, Region Südmähren, Tschechien.

Quelle: Bräuche und Kostüme aller Völker der Welt, basierend auf authentischen Dokumenten und den Reisen der jüngsten Zeit; Herausgegeben von Auguste Wahlen. Ritter mehrerer Orden. Europa. Brüssel, in der Librairie Historique-Artistique, Rue de Schaerbeek, 12. 1843. Erstes Kapitel Europa.

Jean-François-Nicolas Loumyer wurde 1801 geboren und starb 1875 und war Archivar im Wappenamt Belgiens. Er benutzte das Pseudonym „Auguste Wahlen“.

Originaltitel: Mœurs, usages et costumes de tous les peuples du monde, d’après des documents and authentiques et les voyages des plus récents; Publié par Auguste Wahlen. Chevalier de Plusieurs Orders. Europe. Bruxelles, à la Librairie Historique-Artistique, Rue de Schaerbeek, 12. 1843. Chapitre Un Europe

Janet-Lange

Ange-Louis Janet (16. November 1811 – 25. November 1872), auch bekannt unter dem Pseudonym Janet-Lange, war ein französischer Maler, Illustrator, Lithograf und Kupferstecher.

Geboren in Paris, wurde Janet 1833 an der École des beaux-arts de Paris in den Werkstätten von Ingres, Horace Vernet und Alexandre-Marie Colin zugelassen. Sein Debüt gab er 1836 im Salon und nahm bis 1870 weiter daran teil.

Er malte Jagdszenen, Militärkostüme und Porträts und komponierte Gemälde, die Episoden der französischen Geschichte nachzeichnen, wie den Krimkrieg von 1853 bis 1856, den Zweiten Italienischen Unabhängigkeitskrieg (1859) und die zweite französische Intervention in Mexiko von 1861 bis 1867.

Er fertigte Illustrationen für Zeitungen wie L’Illustration, Le Tour du monde (fr), das Journal amusant und das Le Journal pour rire (fr).

Janet starb am 25. November 1872 in Paris.

Quellen: 

  • Histoire de la décapitation (Les chemins de l’histoire) von Paul Henri Stahl.
  • Annuario Storico Universale, 1843
  • Nouvelles Annales des Voyages et des Sciences Géographiques. Histoire de la décapitation von Arthus Bertrand 1843. „Jeder Bezirk hat einen Polizeikommissar und fünf stellvertretende Kommissare, die von Dorobans oder Stadtsergeanten unterstützt werden, die alle der Autorität eines Aga oder Polizeikommissars unterliegen.“
  • Bilder aus den Donaufürstenthümern. Die Dorobantzen. Aus: Die Gartenlaube, Heft 19, 23, S. 267-270, 318-321. Von Ferdinand Stolle, 1857. „Zu den bemerkenswerthesten Personen der Walachei gehören die Dorobantzen, eine Art Sicherheitstruppe, Schutzmannschaft, Gensd’armerie, die, aus der Blüthe der männlichen Jugend genommen, militärisch organisirt, beritten, ihren Dienstobliegenheiten eben so gut entspricht, als irgend eine Polizeimannschaft der Welt…“
    In ihrer äußeren Erscheinung gleichen sie den russischen Kosaken, unterscheiden sich aber in der Farbe ihrer Bekleidung von jenen. En grande tenue tragen sie schwarze Röcke mit grünen Aufschlägen und schwarze weite Beinkleider, an den äußeren Seiten mit einem breiten, grünen Tuchstreifen besetzt. Eine zottige Lammfellmütze beschattet ihre meist jugendlichen, bartlosen Gesichter und sieht aus einiger Entfernung einem sehr üppig wuchernden, jedoch minder sorgfältig gepflegten und in Zotteln zusammengeklebten Haarwuchse nicht unähnlich. – Ihre Sommermontur dagegen besteht aus einem weißzwillichenen, sehr eng anliegenden – ohne Zweifel erst durch häufiges Waschen eingelaufenen – Rocke und zwillichenen Beinkleidern. Die ordinäre Winterkleidung bildet ein weißer grobtuchener Militärmantel, dessen lange und schwere Schöße sie sowohl beim Reiten als beim Exerciren zu Fuß rückwärts zusammenknöpfen. Im kleinen Dienst und für gewöhnlich tragen sie runde Mützen von grünem Tuch und ohne Schirm, was alles nach russischem Schnitt ist. Ihre Bewaffnung besteht aus einem Säbel mit dem Fabrikzeichen „Solingen“ auf der Klinge, aus einem Karabiner mit Feuerschloß aus „Tula“ und einer Patronentasche, die so hoch auf dem linken Schulterblatte hängt, daß ich nie begreifen konnte, wie die Leute hinein zu langen vermögen. Das Hauptstück der Ausrüstung aber ist die – Knute! In allen möglichen Combinationen und Variationen, welche die drei Anzüge für Winter, Sommer und Parade zulassen, sieht man Dorobantzen kreuz und quer im Lande herumreiten… .
  • Bild: Tour de l’horloge, bâtie pendant l’occupation turque; Giourjevo (Valachie)
    C’est une tour hexagone surmontée d une construction en forme de clocher au pied de cet édifice quelques misérables masures mal assises sur un sol bouleversé reflètent leurs charpentes vermoulues dans l’eau d’une mare que côtoient deux dorobantz à cheval des pistolets et le yatagan passés dans la ceinture.

Fustanella. Grieche zur Zeit des Osmanischen Reiches.

Die Morlaken, Maurowalachen. Trachten und Geschichte.

Goralen. Hochländer der nördlichen Karpaten.

Arad, Walachei Rumänien. Historisches Kostüm.

Doroban, Dorobantz. Walachei Rumänien.

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