Italien. TRACHTEN DER RELIGIÖSEN GESELLSCHAFTEN – ROM

Ursulinen, Nonnen, religiöse Trachten, Ordensgewand, Auguste Racinet

TRACHTEN DER RELIGIÖSEN GESELLSCHAFTEN – ROM

Italien 17. Jahrhundert.

TRACHTEN DER RELIGIÖSEN GESELLSCHAFTEN – ROM

Abbildungen oben:
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Abbildungen unten:
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Nr. 1 Ursulinerin vom Orden der St. Secunda* und St. Rufina in gewöhnlicher Klostertracht.

Nr. 2 u. 3. Nonne aus dem Kloster der St. Catharina mit einer im Kloster erzogenen Waise.

Nr. 4. Nonne der Hospitaler.

Nr. 5 u. 6. Findelkinder.

Nr. 7. Junge Waise, genannt Zoccoletta, im Ausgehkleid.

Nr. 8, 9, 10, 11, 12, 13. Schüler römischer Collegien.
8. Collegium der Griechen.
9. Collegium der Nazarener.
10. Collegium Salviati.
12. Collegium Mattei.
13. Schüler des Collegiums der Deutschen und Ungarn im Chorkleid.

Aus den Werken des Pater Hélyot, von Schoonebeck und Bar über die Trachten der militärischen und religiösen Orden.

* Rufina und Secunda (gestorben 257)

waren römische Jungfrau-Märtyrer und christliche Heilige. Ihr Festtag wird am 10. Juli gefeiert. Nach der Apostelgeschichte hatten sie 287 unter der Verfolgung von Kaiser Valerian zu leiden. Ihre Legende besagt, dass sie Töchter eines römischen Senators namens Asterius waren. Ihre Verlobten, Armentarius und Verinus, waren Christen, verzichteten aber auf ihren Glauben, als Valerian seine Verfolgungen begann. Das Fest der Heiligen Rufina und Secunda wurde als „Semidouble“ in den tridentinischen Kalender aufgenommen. Der Allgemeine Römische Kalender von Papst Pius XII. reduzierte ihn zu einem „einfachen“, und im Allgemeinen Römischen Kalender von 1960 wurde er zu einem Fest der dritten Klasse. Die Heiligen Rufina und Secunda werden manchmal als zwei Mädchen dargestellt, die mit Gewichten am Hals im Tiber schwimmen.

In den 1620er Jahren arbeiteten die italienischen Maler Il Morazzone, Giulio Cesare Procaccini und Giovanni Battista Crespi am „Martyrium der Heiligen Rufina und Secunda“ mit, das als „das Bild von drei Händen“ (italienisch: „il quadro delle tre mani“) verehrt wurde.

Ursulinen

Sie sind in zwei Zweige aufgeteilt, der eine ist der Mönchsorden der Heiligen Ursula (Postnominale O.S.U.), unter denen die größte Gruppe die Ursulinen der Römischen Union sind. Der andere Zweig ist die Stiftsgesellschaft der Heiligen Ursula, allgemein „Angelines“ genannt, die der ursprünglichen Lebensform ihrer Gründerin folgen und dessen Nonnen in ganz Europa und später weltweit, vor allem in Nordamerika, Gebets- und Lernorte errichteten.

Der Begriff Ursulinen bezieht sich auf eine Reihe von religiösen Instituten der katholischen Kirche. Die bekannteste Gruppe wurde 1535 in Brescia, Italien, von der heiligen Angela Merici (21. März 1474 – 27. Januar 1540) gegründet, in der Frauen ihr Leben dem Dienst an der Kirche durch die Ausbildung von Mädchen widmeten. Aus dieser Organisation entstand später der Mönchsorden der Ursulinen, dessen Nonnen in ganz Europa und später weltweit, vor allem in Nordamerika, Gebets- und Lernorte errichteten. Ihre Schutzpatronin ist die Heilige Ursula.

Quelle: Geschichte des Kostüms in chronologischer Entwicklung von Albert Charles Auguste Racinet. Bearbeitet von Adolf Rosenberg. Berlin 1888.

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