Gutrune. Kostümentwurf. Der Ring des Nibelungen.

Gutrune

Gutrune. Kostümentwurf. Der Ring des Nibelungen.

Das Rheingold.

GÖTTERDÄMMERUNG. GUTRUNE, Gunthers Schwester im gefältelten Leinengewand mit gelbem Oberkleid. Der weisse Mantel mit den grünen Ornamenten ist nur wenig sichtbar. Kopf, Hals und Arme sind mit Schmuck nahezu überladen. In der Rechten trägt sie das Trinkhorn, aus dem sie dem ersehnten Helden den Liebestrank kredenzt, der sein Gedächtniss auslöscht. Der herrlichste Held, von dem je Sagen meldeten, wird dadurch ihr Eigen. Nach kurzem Glücksrausch jedoch trägt man ihr den ermordeten Gatten in’s Haus. Und nun erfährt sie, dass sie ihn doppelt verloren, dass nur ein Scheinglück sie ihm verbunden hat, dass er Brünnhilde gehört, der er „ewige Eide schwur“, eh‘ er sie selbst je gesehen. Voll Scheu wendet sie sich von der Leiche Siegfrieds, dem nachzuklagen sie nicht einmal das Recht mehr hat.

Original Text aus: Das Rheingold aus der Oper Der Ring des Nibelungen von Richard Wagner. Kostümentwürfe für den ersten Ring-Zyklus von Prof. Carl Emil Doepler, 1876. Uraufführung am 22. September 1869 im Königlichen Hof- und Nationaltheater München.

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