Hannaken, Mähren.

Hannaken, Mähren.

Trachten der Hannaken, Mähren. Tschechische Volkstrachten um 1850.

Eine Frau hält ein Gespräch mit einem „schneidigen“ jungen Mann in einem blauen Mantel und Pelzmütze. Sie gehören der slawischen Volksgruppe der Hannacken an, Bewohner von Mittelmähren, einer Region der Tschechischen Republik.

Hannaken, Mähren.

Der Begriff Na Hane findet sich im Jahre 1624 auf einer Landkarte von Mähren wieder, verfasst von Jan Amos Comenius. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde der Begriff „Hanack“ (Hanák, Französisch: Hanaque) für die slawischen Bauern in Mähren verwendet.

Hanna (tschechisch Haná oder Hanácko) ist eine ethnische Region im Zentrum von Mähren in der Tschechischen Republik. Der tschechische Ausdruck Hanáci bezeichnet die ethnographische Gruppe der Hanaków, die die Region Haná bewohnen. Sein Zentrum bilden die Niederungen der Flüsse Morava, Becva und Haná mit den Städten Vyskov, Holešov, Litovel, Zábřeh, Holešov, und Uničov.
Der Hanna Dialekt (Hanakian Dialekt oder zentral mährischer Dialekt; Tschechisch: hanáčtina) ist Teil der Mittelmähren Dialekt-Gruppe. Dieser wird auch in regionalen, gedruckten Publikationen sowie in der lokalen Volksmusik weiterhin verwendet und gepflegt. Olomouc (Deutsch: Olmütz) ist das Zentrum von Haná und die historische Hauptstadt von Mähren.
Das Gebiet erstreckt sich über Olomouc (Bezirke Olomouc, Prostejov und Prerov), Zlín (Kremsier Bezirk) und der südmährischen Region (Vyškov Bezirk). Haná ist in erster Linie bekannt als landwirtschaftlich geprägte Region mit fruchtbaren Ackerböden (Mais, Weizen, Gerste, Zuckerrüben, Raps und Hopfen.), überlieferten Volksbräuchen und reich verzierten Kostümen die bis zum Ende des 19. Jahrhunderts getragen wurden. Die Tradition der Volkstrachten wird heute noch von Folklore-Gruppen gepflegt. Eine bekannte Spezialität ist der Olomouc Käse der in Loštice hergestellt wird.

Bildquelle: Das deutsche Volk in seinen Mundarten, Sitten, Gebräuchen
und Trachten von Eduard Duller. Leipzig 1847.

Kommentar verfassen