Ritter mit Lendner. Ritterrüstung im 14. Jahrhundert.

Ritter von ca. 1340 in den Farben eines Markgrafen von Baden.

Ritter mit Lendner von ca. 1340, 14. Jahrhundert, in den Farben eines Markgrafen von Baden.

Rekonstruiert nach einem Grabmal.

Helm ganz ähnlich dem des vorigen Ritters, Unter ihm wird eine Hirnhaube getragen, die etwas höher ist und auch weiter in den Nacken herabgeht wie bei der vorigen Figur.

An ihr ist vermittels einer Schiene das Camail aus Kettengeflecht befestigt, das hinten im Nacken mittelst Riemen und Schnallen geschlossen wird, Der Haubert ist kürzer und hat lange Ärmel. Die Handschuhe sind von Leder mit Metallschienen verstärkt und haben geschiente Finger.

Ritter von ca. 1340 in den Farben eines Markgrafen von Baden. Rechte Ansicht.

Auf dem Kettenhemd ist ein dem römischen Schienenpanzer ähnlich konstruierter, seitwärts sich öffnender Leibschutz aus einem System von Platten und Schienen bestehend angelegt und über diesem dann der aus starkem Leder gefertigte, an den Seiten genestelte Waffenrock, der Lendner. An ihm sitzt unten ein rings herumgehender kurzer Tuchschurz. Die Verbindungsstelle zwischen diesem und dem Lendner deckt ein mit Nägeln beschlagener Riemen.
Das Kettengeflecht des Ober- und Unterarmes wird auf der Aussenseite durch besondere eiserne Schienen, die am Ellenbogengelenk durch eine Scheibe verbunden sind, verstärkt.
Der Schild ist sehr klein, stark gewölbt, in Dreiecksform ohne abgerundete Ecken. Konstruktion wie bei Tafel VIII.

Ritter von ca. 1340 in den Farben eines Markgrafen von Baden. Ohne Lendner ( gepanzerte Schutzweste).

Schwert mit starkem Knauf in Scheibenform, gerader Parierstange und auf Hieb und Stich berechneter Klinge. Scheide aus Holz mit Leder bezogen; einfacher Schwertgurt um die Hüfte geschnallt.
Dolch mit hölzernem Griff und spitzer Klinge in Holzscheide am Schwertgurt rechts getragen, Eine Kette läuft von seinem Griffe zu der unter dem Lendner befindlichen Platte.

Galerie: Ritter und Soldaten von der Antike bis zur Neuzeit. Die Waffensammlung des Karl Gimbel.

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