Merowinger Krieger mit Wurfaxt ca. 600 nach Chr..

Merowingisch-fränkischer Krieger ca. 600 n. Chr.

Merowingisch-fränkischer Krieger ca. 600 n. Chr.

Merowinger Krieger ca. 600 nach Chr.

Ausrüstung eines merowingisch-fränkischen Kriegers. Merowingerzeit, frühes Mittelalter. Rekonstruiert nach Fundstücken und schriftlichen zeitgenössischen Überlieferungen.

Den Helm bildet ein mit Pelz gefüttertes eisernes Spangengestell, welches bronzene Ziernieten und als oberen Abschluss einen Bronzeknopf zeigt.

Der Körper ist mit einer Tunika mit langen Ärmeln bekleidet. Auf ihr trägt die Figur das Nationalkleidungsstück, das mit zwei durchbrochenen Scheiben verzierte Pelzwams (rheno bullatus). Ober- und Unterschenkel bedeckt eine Tuchhose, die unter den Knien durch kreuzweise gelegte Riemen umwickelt ist. Lederne Bundschuhe bilden die Fussbekleidung. Um die Hüfte ist der breite, reich mit – Bronzeplatten etc. geschmückte Gürtel geschnallt, der zum Schutze des Unterleibes vorne mit neun Riemen behangen ist, die in ornamentierte bronzene Zungen enden.
Am Gürtel ist links eine kleine Zugtasche angebracht, in der sich Feuerstein und Stahl, Rasiermesser und Bartzängchen, sowie der Beinkamm und Münzen befinden. Ebenso ist links das Dolchmesser (sax) in lederner, reich mit Brouze beschlagener Scheide am Gürtel befestigt.
Das einschneidige Kurzschwert (scramasax) mit langem, elfenbeinbelegtem Griff hängt in reich geschmückter Lederscheide, in der aussen noch ein kleines Messer und eine Bronzenadel stecken, an einem mit ornamentierten Bronzenägeln beschlagenen Wehrgehänge um die linke Schulter. Die rechte Hand hält die Wurfaxt (francisca).
Der Schild ist oval, von Holz mit Leder und Leinwand bezogen und hat einen eisernen, bronzeverzierten Buckel, sowie im Innern eine eiserne, holzgefütterte Handhabe. Der Schildrand ist durch Riemenflechtwerk verstärkt.
Hinzu kommt der Wurfspeer (angon).

Galerie: Ritter und Soldaten von der Antike bis zur Neuzeit. Die Waffensammlung des Karl Gimbel.

Kommentar verfassen