Trachten der geistlichen Orden. 10. bis 18. Jhdt.

Soutane, Hospitaliter, Büßerorden, Pönitenz, Magdalenerinnen, Skapulier, Zingulum, Livonische Orden, Schwertbrüderorden, Kanonikus, Mönchsorden, Servitenorden, Evangelisten, Hospitaliter, Mittelalter, Trachten, geistliche Orden,

Trachten der geistlichen Orden. 10. bis 18. Jhdt.

TRACHTEN DER GEISTLICHEN ORDEN.

EUROPA. — 10.— 18. JAHRHUNDERT POLEN, DEUTSCHLAND UND FLANDERN.

Mönche vom Heiligen Grabe

Nr. 1 u. 11. – Mönche vom Heiligen Grabe in Polen.
Der Mönchsorden vom Heiligen Grabe in Jerusalem wurde in Polen von Jaxa, einem Edelmann, 1126 oder 1162 gestiftet. Nr. 1 trägt das Kostüm des 17. und 18. Jh., Nr. 11 das der früheren Zeit.

Servitenorden

Nr. 2. – Laienschwester des Servitenordens (Deutschland). Der Servitenorden wurde durch Katharina von Gonzaga (1), die Gemahlin Ferdinands von Österreich, in Deutschland neu begründet. Die Schwestern trugen schwarze, enge, mit einem Ledergürtel geschlossene Tuniken, weisse Schleier und Brusttücher. Auf dem Vorderteil des über die Stirn fallenden Schleiers befand sich in Deutschland ein blauer Stern.

Regulierter Kanonikus

Nr. 3. – Regulierter Kanonikus vom Lateran (Polen). Pater Helyot setzt die Gründung dieser Brüderschaft, die bisweilen bis auf die Apostel zurückgeführt wird, unter das Pontifikat Leo’s I. Die Congregation ging unter Bonifazius VIII. ein. Die Brüder trugen über dem Rock einen bis zu den Knien reichenden Schultermantel, ähnlich dem der römischen Prälaten.

Slavonische Orden

Nr. 4. – Mönch vom Slavonischen Orden (Slavonisch oder Wendisch, Schwertbrüderorden, Ritterorden, Bestandteil des Deutschordensstaats auch Livländischer Orden genannt. Der Livonische Orden war ein autonomer Zweig des Deutschen Ordens, der im Jahre 1237 gegründet wurde. Er war später Mitglied des Livländischen Bundes, von 1435 bis 1561.). Wladislas V., König von Polen, gründete diesen Orden 1389 oder 1390 mit aus Prag herbeigeholten Brüdern. Rother Rock mit ebensolcher Kapuze. Geschorener Schädel, bartlos.

Magdalenen Orden

Nr. 5 u. 6. – Mönche und Nonnen des Magdalenen Ordens (lat.: Ordo Sanctae Mariae Magdalenae de poenitentia. Ordenskürzel: OSMM). Dieser Orden wurde 1018 zu Paris gegründet und zwar auf Verwendung des Kapuziners P. Athanasius Mole durch Unterstützung seines Bruders, des Generalprokurators Mole, des reichen Weinhändlers Montry und eines Offiziers der königlichen Leibwache Namens du Fresne. Die Klöster desselben waren anfangs zur Aufnahme gefallener Mädchen bestimmt. Magdalenerinnen oder auch Magdelonetten (Schwestern vom Orden der heiligen Maria Magdalena zur Buße, nach der Ordnung des Hl. Augustinus), auch die weißen Damen oder Weißfrauen genannt. Das Ordensgewand war für Männer und Frauen weiss. Weiße Roben, Skapulier Zingulum und Schleier.

Orden der Pönitenz der Märtyrer

Nr. 7. – Mönch vom Orden der Pönitenz der Märtyrer, gegründet in Polen 1257 (Pönitenz lat. poenitere, paenitere „Reue empfinden, bereuen“). Bolesław V. (1226-1279, auch der Schamhafte polnisch Bolesław V Wstydliwy), Herzog von Krakau und Sandomir, war der Stifter. Haus- und Chorrock waren im XVII. Jhdt. weiss, früher vermutlich rötlichgrau. Im Jahre 1257 wurde in Łęczyca eine Synode abgehalten, in der festgestellt wurde, dass jeder Herrscher, der einen Bischof entführen würde, automatisch exkommuniziert und seine Gebiete unter das Verbot gestellt werden.

Zwischen dem 11. und 12. Juni 1258 fand in Sandomierz ein Treffen statt, in dem Bolesław V. weitere Privilegien für die Kleinpolen-Kirche genehmigte. Auf Einladung von Bolesław V. und seiner Gemahlin Kinga kamen um 1258 die Franziskaner nach Krakau. Im Jahre 1263 gründete Bolesław V. eine Kirche in Krakau, die dem Evangelisten Markus gewidmet war (pl: Kościół św. Marka w Krakowie).

Nr. 8. – Bans Fieux, auf Deutsch, gute Söhne, eine Ordensgemeinschaft des 3. Ordens (2) des hl. Franziskus (Büßer der Laienbrüderschaft des heiligen Franziskus); sie wurde in Armantieres, einer kleinen Stadt Flanderns an der Lis, im Jahre 1615 von fünf frommen Handwerkern gegründet, von denen der älteste Henry Pringuel hieß, der aus dieser Stadt stammte. Sie lebten gemeinsam und bildeten eine kleine Gemeinschaft in einem Haus, das Pringuel gehörte.

Drei von ihnen verbrachten ihre Zeit mit der Herstellung von Leinentüchern; einer unterrichtete die Jugend und der fünfte stellte Spitze her, so lebten sie bis zum Jahr 1626. Als sie die 3. Regel des hl. Franziskus annahmen (2), wuchs der Orden und 1670 bestand er aus zwei Kongregationen; derjenigen von Armantieres und derjenigen von Lisle in der Diözese Tournay. Im Jahre 1679 wurde eine dritte Siedlung in St. Venant in der Diözese St. Omer errichtet. Ihre Klöster heißen Familien.

Benedikt XIV. gab ihnen die Leitung aller seiner Krankenhäuser in Dünkirchen, Brügge und Ypern, deren Kongregation um 1820 aus etwa sieben Häusern und Krankenhäusern bzw. sieben Familien besteht, je nach ihrer Sprechweise.

Habitat: Langer, brauner Rock mit weiten Ärmeln, bis zu den Waden reichender Kragenmantel, als Gürtel ein Strick, Vollbart, rasierter Schädel, derbe Schuhe, anstatt der Kapuze ein Hut, strenger Lebenswandel. Wohin sie gerufen wurden pflegten sie die Kranken. Unterricht armer Kinder, Krankenpflege.

Orden der freiwillig Armen

Nr. 9, 10 u. 14. – Mönche vom Orden der freiwillig Armen in Deutschland und Flandern. Der Orden soll 1370 in Hildesheim gestiftet worden sein. Nach 1470 bestand die Ordenstracht in einem grauen Rock mit schwarzem Scapulier und ebensolcher Kapuze, darüber ausser dem Hanse ein langer, grauer Mantel. In Flandern Wadenstrümpfe ohne Füsslinge. Dazu kam ein Korb für Geschenke und Almosen und ein langer, in ein Kruzifix endender Stab.

Regulierter Kanonikus und Hospitaliter

Nr. 12. – Regulierter Kanonikus und Hospitaliter vom Orden des Heiligen Geistes in Polen. Stifter des Ordens war Guy von Montpellier Ende des 12. Jh. Die geistlichen Brüder trugen ein weisses Kreuz auf der Soutane und dem Mantel, ähnlich dem der Ritter.

Orden der Weissen Brüder

Nr. 13. – Mönch des Ordens der Weissen Brüder (Preussen). Dieser Orden datiert vom Anfang des 16. Jh. nach Schoonebeek, der ihn allein erwähnt, und erhielt seinen Namen von dem weissen, mit einem grünen Andreaskranz geschmückten Mantel. Die Mitglieder desselben gaben vor, besondere Offenbarungen über die Wiedereroberung des Heiligen Landes zu haben. Anfangs zahlreich, gingen sie bald an dem allgemeinen Unglauben zu Grunde.

Nach den Werken des Pater Helyot, Schoonebecks und Bars über die Trachten der geistlichen Orden.

(1) Anna Caterina Gonzaga, Prinzessin von Mantua und Montferrat, (27. Januar 1566 in Mantua; † 3. August 1621) Ordensname Anna Juliana.

(2) Der Dritte Orden des Heiligen Franziskus in der römisch-katholischen Kirche ist Teil der franziskanischen Ordensfamilie. Sie ist der bekannteste und am weitesten verbreitete der dritten Orden und hat sowohl reguläre als auch weltliche Zweige.

Die Predigt des hl. Franziskus von Assisi, sowie sein eigenes lebendiges Vorbild und das seiner ersten Jünger, übten eine so starke Anziehungskraft auf die Menschen aus, dass viele verheiratete Männer und Frauen dem Ersten oder Zweiten Orden beitreten wollten.

Durch das Verbot Waffen zu tragen, wurde dem Feudalsystem und den sich bekämpfenden Fraktionen der italienischen Gemeinden ein schwerer Schlag versetzt; durch die Aufnahme von Armen und Reichen, Adligen und einfachen Menschen wurden die sozialen Schichten einander näher gebracht.

Inwieweit das religiöse Ideal des hl. Franziskus durch den weltlichen Dritten Orden verwirklicht wurde, können wir an der großen Zahl (etwa 75) von Heiligen und Segnungen die er hervorgebracht hat, ablesen. Seit der Anpassung der Regel durch Leo XIII. ist der Dritte Orden aktiver denn je. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Gesamtzahl der Mitglieder auf etwa zweieinhalb Millionen geschätzt, verteilt über die ganze Welt.

Obwohl es unter den Humiliati im 12. Jahrhundert etwas derartiges gab, entstand die Einrichtung der Tertiäre aus der franziskanischen Bewegung. Es scheint sicher zu sein, dass Franziskus von Assisi anfangs nicht die Absicht hatte, seine Jünger zu einem Orden zu formen, sondern nur eine große Bruderschaft all derer zu bilden, die bereit waren in ihrem Leben das Größere und Mühsamere der Maximen des Evangeliums zu verwirklichen.

Als die unmittelbaren Jünger des Heiligen zu einem Orden geworden waren, der an die religiösen Gelübde gebunden war, wurde es notwendig, für den großen Laienkörper zu sorgen, für verheiratete Männer und Frauen, die die Welt nicht verlassen und ihre Berufungen nicht aufgeben konnten, aber dennoch Teil der franziskanischen Bewegung waren und in ihrem Leben ihren Geist und ihre Lehre verwirklichen wollten.

Wahrscheinlich im Jahre 1221 stellte Franziskus eine Regel für diejenigen seiner Anhänger auf, die von der Mitgliedschaft im Orden der Minoriten (lat. Ordo fratrum minorum conventualium) oder Orden der Minderbrüder (Franziskaner, Franziskanerorden oder Seraphischer Orden genannt; postnominale Abkürzung O.F.M.) ausgeschlossen waren.

Zuerst wurden sie „Brüder und Schwestern des Orden der Buße“ genannt; später als die Mönche der „Erste Orden“ und die Nonnen als der „Zweite Orden“ benannt wurden sie zum „Dritten Orden des hl. Franziskus“, daher der Name Tertiär: Diese dreifache Teilung gab es bereits unter den Humiliaten.

Im Jahre 1901 veröffentlichte Paul Sabatier eine Lebensregel der Brüder und Schwestern der Buße, die wahrscheinlich die Substanz der ursprünglichen Regel von 1221 enthält.

Sie schreibt eine strenge Einfachheit der Kleidung und des Lebens sowie bestimmte Enthaltsamkeiten, Gebete und andere religiöse Übungen vor und verbietet z, Bspl. die Teilnahme am Theater, das Tragen von Waffen und das Ablegen von Eidesleistungen, es sei denn sie wird von Richtern ausgeübt.

Im Jahre 1289 genehmigte Papst Nikolaus IV. den Dritten Orden durch eine päpstliche Bulle, nahm aber einige Änderungen an der Regel vor, und diese Form der Regel blieb bis heute in Kraft.

Unmittelbar nach seiner Gründung im Jahre 1221 verbreitete sich der Dritte Orden mit unglaublicher Schnelligkeit in ganz Italien und in ganz Westeuropa und umfaßte eine Vielzahl von Männern und Frauen aller Ränge von der höchsten bis zur niedrigsten Stufe. Überall war er eng mit dem Ersten Orden verbunden und stand unter der Kontrolle deren Minderbrüder.

Mit der Zeit setzte eine Tendenz ein, dass die Mitglieder des Dritten Ordens in Gemeinschaft zusammenleben und so entstanden Gemeinden, die die üblichen religiösen Gelübde ablegten und ein voll organisiertes Ordensleben auf der Grundlage der Regel des Dritten Ordens mit ergänzenden Regelungen führen. Diese Kongregationen sind die regulären Tertiäre im Unterschied zu den weltlichen Tertiären, die nach der ursprünglichen Idee in der Welt leben.

Die Regular Tertiaries sind im vollen Sinn religiös, und es gab und gibt viele Gemeinden von ihnen, sowohl von Männern als auch von Frauen.

Es besteht kein Zweifel daran, dass der Dritte Orden eine der Schöpfungen des hl. Franziskus war und dass sein Dritter Orden das Vorbild war, nach dem die anderen geschaffen wurden wie Dominikanische Tertiäre, Karmeliter, Augustiner, Serviten, Prämonstratenser und viele andere. Diese folgten den gleichen Entwicklungslinien wie die franziskanischen Tertiäre und teilten sich größtenteils in die beiden Zweige der regulären und weltlichen Tertiäre auf.

Die Regeln der verschiedenen Dritten Orden haben sich als sehr anpassungsfähig an die Bedürfnisse der modernen Kongregationen erwiesen, die sich den aktiven Werken der Nächstenliebe widmen. So gehören eine große Anzahl von Lehr- und Pflegegemeinden von Frauen dem einen oder anderen der Dritten Orden an.

Der Franziskanische Dritte Orden war schon immer der wichtigste Orden, und er erhielt 1883 von Papst Leo XIII. einen großen Impuls und eine neue Aktualität, als er eine neue Regel für die Säkularen verabschiedete. Papst Paul VI. veranlasste im Jahre 1978 die Neufassung der getrennten Regeln für Ordensleute und Säkulare und passte sie besser an die Bedürfnisse der frommen Männer und Frauen der Gegenwart an. Der weltliche Flügel des Ordens wurde in Säkularer Franziskanerorden umbenannt. Es wird geschätzt, dass die Zahl der franziskanischen Laien-Tertiäre heute zwei Millionen übersteigt.

Eine der wichtigsten Autoritäten der franziskanischen Tertiäre ist wohl Max Heimbucher, der in seinem Werk „Orden und Kongregationen“ (1933), eine umfangreiche Bibliographie zur Verfügung stellt.

Der Ursprung des Regelmäßigen Dritten Ordens, sowohl männlich als auch weiblich, lässt sich bis in die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts zurückverfolgen, jedoch kann kein genaues Datum angegeben werden. Sie wurde, in verschiedenen Formen, in den Niederlanden, Südfrankreich, in Deutschland und in Italien organisiert. Wahrscheinlich zogen sich einige weltliche Tertiäre, die in vielen Fällen ihr Versammlungshaus hatten, allmählich ganz aus der Welt zurück und bildeten so Religionsgemeinschaften, aber ohne die drei substantiellen Gelübde der Ordensgemeinschaften. Andere religiöse Vereinigungen, wie die Beginen (Frauen) und Beghards (Männer) in den Niederlanden, gingen manchmal auf den Dritten Orden über.

Während des gesamten vierzehnten Jahrhunderts hatten die regulären Tertiäre beider Geschlechter in den meisten Fällen keine gemeinsame Organisation; erst im folgenden Jahrhundert können wir einzelne wohl geordnete Religionsgemeinschaften mit feierlichen Gelübden und einem gemeinsamen Haupt beobachten.

Papst Martin V. legte im Jahre 1428 alle Tertiäre, reguläre und weltliche, der Leitung des Generalministers der Minderbrüder (Bull. Franc., VII., 715) vor, aber diese Disposition wurde von seinem Nachfolger Papst Eugen IV. bald wieder aufgehoben.

Wir treffen im fünfzehnten Jahrhundert zahlreiche selbständige, männliche Kongregationen regulärer Tertiäre mit den drei Gelübden in Italien, Sizilien, Dalmatien, Spanien, Portugal, Frankreich, Deutschland und in den Niederlanden an.

Gleichzeitig gab es Schwestergemeinden des Dritten Ordens mit feierlichen Gelübden, wie z.B. die Grauen Schwestern des Dritten Ordens, die in Krankenhäusern dienten und in Frankreich und den Niederlanden verbreitet waren.

Leo X., der die Einheitlichkeit in den zahlreichen Gemeinden einführen wollte, gab 1521 der Regel eine neue Form, besonders die drei feierlichen Gelübde und das Beharren auf der Unterwerfung unter den Ersten Orden des Heiligen Franziskus. Für diese letzte Regel stieß Leo X. auf Widerstand und wurde von manchen Gemeinden nie angenommen, während sie bis heute als Grundlage für die Konstitutionen vieler späterer Gemeinden, insbesondere zahlreicher Schwesterngemeinschaften, dient.

Im neunzehnten Jahrhundert übernahmen viele der neuen Gemeinden die Regel des Dritten Ordens, aber die meisten von ihnen haben keinen weiteren Bezug zum Ersten Orden. Viele von ihnen haben sehr unterschiedliche Namen, viele haben nur lokalen Charakter, andere wiederum sind von internationaler Bedeutung.

Was ihre Aktivitäten angeht, so widmen sich fast alle den Werken der Nächstenliebe, sei es in Krankenhäusern, Heimen oder Werkstätten; andere arbeiten in Schulen, nicht wenige sind in ausländischen Missionen.

Anbei eine Liste der Namen, mit den Daten der Stiftung:

TSSF, Dritter Orden, Gesellschaft des hl. Franziskus (Anglikanische Gemeinschaft), gegründet 1950.

Der Dritte Orden des hl. Franziskus (Lutherische Kirche). Auch in den lutherischen Kirchen gibt es in Deutschland, Schweden und Nordamerika lutherische franziskanische Dritte Orden.

Dritter Dominikanerorden.

Dieser war eine der frühesten Entwicklungen des Ordo de Poenitentia von St. Dominic. Er war in der Tat nicht der Urorganismus aus dem die Prediger der Brüder hervorgegangen sind, sondern stellt vielmehr den Teil des Bußordens dar, der unter dominikanischem Einfluss stand. Zuerst vage konstituiert und ohne System oder Form lebend, wuchsen seine Mitglieder allmählich immer mehr mit ihren spirituellen Lehrern zusammen. Ihre beiden größten Heiligen sind Katharina von Siena und Rose von Lima, die beide asketisch in ihren Familienhäusern lebten und deren spiritueller Einfluss in ihren Gemeinden äusserst einflussreich war.

Anglikanischer Predigerorden (Dominikaner).

Der Dritte Dominikanerorden innerhalb der Anglikanischen Gemeinschaft ist bekannt als der Anglikanische Predigerorden. Seine Mitglieder, die der Dominikanischen Regel folgen und als“Christliche Gemeinschaft“ (weltlicher Orden) bezeichnet werden, können männlich oder weiblich sein, und sie umfassen sowohl alleinstehende als auch verheiratete Mitglieder.

Der Dritte Orden des Heiligen Andreas.

Der Orden des Heiligen Andreas ist ein anglikanischer ökumenischer Orden, bestehend aus Männern und Frauen, ledig und verheiratet, die in der Welt leben und arbeiten. Jedes Mitglied einer christlichen Kirche in apostolischer Sukzession, das in gutem Ansehen steht, kann einen Antrag auf Beitritt stellen.

Der dritte Orden der Serviten

Ordo Servorum Mariae (Ordenskürzel: OSM)

Der Servitenorden ist einer der fünf ursprünglichen katholischen Bettelorden. Der Servitenorden hatte sowohl einen weltlichen als auch einen regulären Dritten Orden. Der weltliche Dritte Orden wurde 1893 in den Vereinigten Staaten gegründet.

Die Schwestern des Dritten Servitenordens wurden von der heiligen Juliana Falconieri von Florenz gegründet, die die Ordensbräuche um 1385 von Philip Benizi, dem damaligen Generalprior der Servitenbrüder, erhielt. Die traditionelle Kleidung der Servitenschwestern bestand aus einer schwarzen Tunika mit einem Ledergürtel und einem weißen Schleier. Die Schwestern widmeten sich vor allem der Pflege der Kranken und anderer Werke der Barmherzigkeit; da das Kleid kurze Ärmel hatte, um die Arbeit zu erleichtern, nannten die Menschen die Schwestern der neugegründeten Ordensgruppe „Mantellate“.

Dritter Augustinerorden.

Dieser Orden besteht aus Männer und Frauen, die den Geist der Regel des heiligen Augustinus in ihrem täglichen Leben unter der geistlichen Leitung der Augustinermönche befolgen.

Augustiner-Rekollekten.

Die weltlichen Augustiner-Rekollekten (spanisch: Agustinos Recoletos Seglares) ist der offizielle Dritte Orden des Ordens der Augustiner-Rekollekten. Heute ist er in 19 Ländern und in 111 Ortsgruppen mit mindestens 3.500 Mitgliedern vertreten.

Bildquelle: Geschichte des Kostüms in chronologischer Entwicklung von Albert Charles Auguste Racinet. Bearbeitet von Adolf Rosenberg. Berlin 1888.

 

Kommentar verfassen