Römischer Legionär in voller Rüstung um 100 n. Chr.

Römischer Legionär.

Römischer Legionär ohne Mantel, Sagum.

Römischer Legionär in voller Rüstung (100 n. Chr.)

Rekonstruiert nach Reliefdarstellungen der Trajansäule. Unter Hinzunahme von Original Fundstücken derselben Epoche.

Helm (Cassis) aus Eisen. Kupferbeschlagen mit Stirnschirm, Nackenschutz, Wangenklappen und Federbusch (Christa). Um den Hals ist das Halstuch (fokale) gelegt. Schienenpanzer (Lorca segmentata) bestehend aus zwei Teilen. Hinten durch Scharniere verbunden, vorn durch Nestle und Schnallen. Besondere Schienen zum Schutz der Schultern. Unter dem Panzer trug der Legionär eine Tunika mit kurzen Ärmeln, an beiden Seiten aufgeschürzt.

Römischer Legionär Rückenansicht

Die Oberschenkel waren durch kurze Hosen aus Leder bedeckt. Die Unterschenkel waren unbedeckt. Die Füsse steckten in Ledersandalen. Breiter, mit eisernen Platten beschlagener Leibgürtel (cinculum) an dem vorne vier metallbeschlagene Lederstreifen zum Schutz des Unterleibes befestigt sind. Links am Gürtel hängt der breite Dolch (pugio) mit eisernem Griff in bronzebeschlagener Lederscheide. Über der linken Schulter trägt die Figur des hier dargestellten Legionärs am eisenbeschlagenen Schwertgehänge (balteus) das zweischneidige Schwert (gladius) mit hölzernen Griff und bronzeverzierter Lederscheide.

Der Schild (Scutum) aus Holz mit Leder bezogen und durch reiche Kupferbeschläge verstärkt; mit gossen Schildnabel (umbo). Im Innern des Schildes ist eine eiserner Griff und ein kleines Polster angebracht. Die rechte hält Hand hält den Wurfspeer (pilum). Der Legionär trägt einen Mantel (Signum) der über der rechten Schulter mittels einer Spange (fibula) befestigt ist.

Quelle: Ritter und Soldaten von der Antike bis zur Neuzeit. Die Waffensammlung des Karl Gimbel.

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