Andenken an Marie Antoinette von Lord Ronald Gower.

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Marie Antoinette Andenkensammlung von Lord Ronald Gower.

MARIE ANTOINETTE ANDENKEN (org. Reliquien).

Auf dieser Seite habe ich (Lord Ronald Gower) einige Objekte zusammengestellt, die mit Marie Antoinette (2. November 1755 – 21. Januar 1815) in Verbindung stehen.

Den Fächer schenkte die junge Erzherzogin der Anführerin einer Gruppe von Mädchen, die sie in Straßburg empfing. Von ihren Nachkommen sorgsam gepflegt, gelangte er in den Besitz von Madame la Princesse d’Henin, die ihn mir vor vielen Jahren in Paris freundlicherweise zum Geschenk machte.

Modekunde, Arbeitsbuch, Bildbuch ,

Modekunde: Kleines Arbeits- und Bildbuch,

von Charlotte Lowack, Ruth Prof. Dr. Bleckwenn
Über 200 Zeichnungen. Ein Klassiker.

In der Mitte steht die kleine Büste von Marie Antoinette aus Alabaster auf einem Sockel aus „Giallo antico“ und weißem Marmor, die mir 1877 von der Kaiserin der Franzosen *) in Chislehurst geschenkt wurde. Sie ist acht Zoll hoch.

Darunter und auf beiden Seiten sind Miniaturen und Medaillons der Königin und Ludwigs XVI. zu sehen, letztere aus Marmor, Sevrès-Biskuit und Wedgwood (englischer Keramikhersteller), die an verschiedenen Orten gesammelt wurden, in Paris, Amsterdam und Brighton. Die beiden Bücher gehörten Marie Antoinette, deren Wappen sie tragen. Das eine ist ein Buch der Frömmigkeit, das andere ein Buch der Mode.

Die „Lünette“ ist aus Elfenbein und gehörte der Königin; sie wurde mir von Arthur G. L. Gower geschenkt.

Auf der Rückseite der kleinen achteckigen Profilminiatur der Königin ist eingraviert: „Pleurez et vengez la.“ Ich habe diese Miniatur in Windsor erhalten; sie hatte offensichtlich einer royalistischen Dame als Brosche gedient; aber wie oder wann sie ihren Weg nach Windsor fand, weiß ich nicht.

*) Eugénie de Montijo (5. Mai 1826 – 11. Juli 1920), war Kaiserin der Franzosen von ihrer Heirat mit Kaiser Napoleon III. am 30. Januar 1853 bis zum Sturz des Kaisers am 4. September 1870. Napoléon und Eugénie hatten ein gemeinsames Kind, Napoléon, Prinz Imperial (1856-79). Nach dem Untergang des Kaiserreichs lebten die drei im englischen Exil. Eugénie überlebte sowohl ihren Mann als auch ihren Sohn und verbrachte den Rest ihres Lebens damit, ihre Erinnerungen und die Erinnerung an das Zweite Kaiserreich zu bewahren.

Quelle: „Bric à brac“, oder: Einige Fotodrucke zur Illustration von Kunstobjekten in Gower Lodge, Windsor von Lord Ronald Gower *). London: K. Paul, Trench 1888.

*) Lord Ronald Charles Sutherland-Leveson-Gower (2. August 1845 – 9. März 1916) war ein britischer Bildhauer, der vor allem für seine Shakespeare-Statue in Stratford-upon-Avon bekannt ist. Er schrieb auch Biographien über Marie Antoinette und Jeanne d’Arc. Als liberaler Abgeordneter für Sutherland war er einer von mehreren Persönlichkeiten der Gesellschaft, die in den Cleveland-Street-Skandal verwickelt waren, bei dem ein Männerbordell von der Polizei durchsucht wurde. Unter anderem wurde gemunkelt, dass Prinz Albert Victor, der älteste Sohn des Prinzen von Wales und zweiter Anwärter auf den britischen Thron, das Bordell besucht habe.

Gower, der nie heiratete, war in der homosexuellen Gemeinschaft der damaligen Zeit sehr bekannt. Sein langjähriger Lebensgefährte war der Journalist Frank Hird (1873-1937) den er später als seinen Sohn adoptierte: eine bemerkenswerte Beziehung die bis zum Ende von Gowers Leben andauerte.

Oscar Wildes Erzählung The Portrait of Mr. W. H. wurde als Kommentar zu Gowers gesellschaftlichem Umfeld interpretiert, und Gower wird allgemein als Vorbild für Lord Henry Wotton in „The Picture of Dorian Gray“ angesehen. 1879 veranlassten Andeutungen über seine homosexuellen Beziehungen, die in der Zeitschrift Man of the World veröffentlicht wurden, Gower dazu, die Zeitung zu verklagen. Später im Jahr schickte ihm der Prinz von Wales einen Brief, in dem er beschuldigt wurde, „Mitglied einer Vereinigung für unnatürliche Praktiken“ zu sein, worauf Gower eine wütende Antwort schrieb.

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