Die Bagnolette und Mantille. Frankreich 18. Jahrhundert.

Kostümgeschichte, Bagnolette, Mantille, Frankreich, Barock, Rokoko
Die Bagnolette. Die Mantille. Frankreich 18. Jahrhundert.

FRANKREICH. XVIII. JAHRHUNDERT.
MODETRACHTEN DER ERSTEN HÄLFTE DES JAHRHUNDERTS.
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Nr. 1 und 4. Mantillen.
Nr. 2. Ärmel en pagode.
Nr. 3, 6 und 8. Gewöhnliche Kleidung.
Nr. 5 und 7. Die Bagnolettes.

Die Mantille war ein kleiner schief geschnittener Schal, kreuzweise über das Leibchen gebunden und hinten geknotet.

Die Bagnolette, eine Winterkopfbedeckung, war eine leicht auf die Schulter herabfallende Kapuze. Man trug sie als Schutz, wenn man mit blossen Kopf oder Häubchen ausging.

In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts war der Rock bald weich und bauschig, bald steif und anliegend. Gegen 1729 lässt man die Schösse sich bauschen, man bringt hinten, rechts oder links von der vorderen Schossabteilung Falten an. Die Weste ist tief ausgeschnitten und lässt das Hemd und die Krawatte aus Musselin oder Linon sehen. Bisweilen tritt eine schwarze, unter dem Halse zugeknüpfte Schleife an Stelle der Krawatte, und das Hemd erhält ein Jabot, das die herabhängenden Enden der Krawatte ersetzt. Die Hose ist bis 1730 unter den Strümpfen befestigt.

Vgl. den Text zu der Tafel Frankreich im XVIII. Jahrhundert.
Nach Originalen der Sammlung Engelbrecht, deren kolorierte Figuren nach französischen Stichen in Deutschland als Modejournale veröffentlicht wurden.

Quelle: Geschichte des Kostüms in chronologischer Entwicklung von Auguste Racinet. Bearbeitet von Adolf Rosenberg. Berlin 1888.