Ornat der byzantinischen Kaiser und Kaiserinnen. Kaiserbildnisse.

FRÄNKISCH-BYZANTINISCHES.
KAISER UND KAISERINNEN DES ÖSTLICHEN REICHES: PRACHT- UND HAUSKOSTÜME. KAISERBILDNISSE.

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Fränkisch-Byzantinisches. Kaiser und Kaiserinnen des oströmischen Reiches. Kaiserbildnisse.

PRACHT-UND HAUSKOSTÜME.

  • Nr. 2. Kaiser der ersten Jahrhunderte; Prachtkostüm.
  • Nr. 1, 3 und 5. Nikephoros III. Botaneiates, Kaiser (1078-1081) und seine Gemahlin Maria von Alanien; Prachtkostüme.
  • Nr. 4. Nikephoros III: Haustracht.

KAISERLICHE BILDNISSE. Die Herakleische Dynastie.

  • Nr. 6 und 7. Herakleios (Byzantinischer Kaiser von 610-641) und die Kaiserin Eudoxia (Aelia Flavia † 612).
  • Nr. 8. Justinian II. Rhinotmetes, Kaiser von 685-695 und 705-711.
  • Nr. 9. Philippikos Bardanes (von 711 bis 713 byzantinischer Kaiser).

Die Dynastie der Isaurier.

  • Nr. 10. Leo IV. der Chasare (von 775-780 byzantinischer Kaiser aus der syrischen Dynastie).
  • Nr. 10. Konstantinos VI. Porphyrogenetes (780-797).
    Der Cäsarische Lorbeer, das erste Zeichen der Kaiserwürde, hatte sich in ein diamantenbesetztes Diadem verwandelt, von dem später Perlenschnüre herabhingen; der Kaiser Justinian fügte noch ein Kreuz auf der Scheitelhöhe hinzu. Die Form des Diadems zeigen Nr. 6 und 8, die der Krone Nr. 1, 2, 3, 4, 9, 10 und 11. Auch die Kaiserin trug Diadem (Nr. 7) oder Krone (Nr. 5).

Auf den Münzen der ersten Zeiten tragen die Kaiser des Ostreiches die Tracht der römischen Konsuls und ein Scepter mit Erdkugel und Adler (Nr. 9) oder mit dem Kreuz (Nr. 10). Zur grossen Staatstracht gehörte die Nartex oder Ferula, ein ziemlich langer Stab, der in ein oder mehrere mit Edelsteinen besetzte Vierecke endete (Nr. 1 und 2). Das Scepter der Kaiserin Maria (Nr. 5) endet in ein Kreuz.

Über einer doppelten Tunika trug der Kaiser eine purpurfarbene Chlamys, die auf der rechten Schulter durch eine Agraffe festgehalten wurde (Nr. 2). Seit dem vierten Jahrhundert ist das vornehmste Abzeichen des Herrschers der Clavus , ein viereckiges auf die Chlamys genähtes Stück Goldbrokat (Nr. 3). Der Kaiser Nikephoros trägt an Stelle der Chlamys die Palla, von demselben Stoff und ebenso reich gestickt wie die um Schultern und Hüfte geschlungene Stola.

Die Tracht der Kaiserinnen ist ebenso kostbar und von ähnlichem Schnitt. Die Kaiserin Maria Nr. 5 trägt ausser Tunika und Stola ebenso wie der Kaiser Nikephoros (Nr. 4) noch das Superhumerale.
Die kaiserlichen Schuhe waren gewöhnlich gelb oder rot, aus einer Art Maroquin, den man persisches Leder nannte.

Nr. 1, 3, 4 und 5 sind den ausgewählten Werken des heiligen Johannes Chrysostomus entlehnt, einem Manuskript aus der ehemaligen Bibliothek des Herzogs von Coislin, Bischofs von Metz, im Besitz der Nationalbibliothek in Paris (ms. Nr. 79 fonds Coislin).
Nr. 2 entstammt der Historia Byzantina von Du Cange; 1680.

Quelle: Geschichte des Kostüms in chronologischer Entwicklung von Auguste Racinet. Herausgegeben von Adolf Rosenberg. Berlin 1888.

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