Griechenland. Chiton, Chlamys, Petasos und Himation. Versch. Helme.

Griechenland, Chiton, Chlamys, Petasos, Himation, Antike, Bekleidung,
GRIECHENLAND. VERSCHIEDENE KLEIDUNGSSTÜCKE. HELME.

GRIECHENLAND. VERSCHIEDENE KLEIDUNGSSTÜCKE. HELME.

Nr. 1 und 6.

Griechische Jünglinge in der Chlamys.

Die Chlamys, der Reise- und Kriegsmantel, war ein längliches Stück Stoff, das über die linke Schulter geworfen und über der rechten mit einer metallenen Agraffe zusammengehalten wurde. Sie kam aus Makedonien oder Thessalien nach Attika. In den vier Ecken wurden, wie auch bei anderen Gewändern des Altertums, Bleistücke eingenäht, um einen schönen Faltenwurf zu befördern und um zu verhindern, dass sich der Mantel verschob.

Wie Figur 6 zeigt, konnte die Chlamys auch so getragen werden, dass die Agraffe über der Brust zu sitzen kam und der Mantel gleichmässig über die Schultern herabfiel. Wenn die athenischen Jünglinge zu Pferde waren, steckten sie den linken Arm unter dem Mantel hindurch, wie man am Parthenonfries sehen kann. Beide Figuren tragen den Petasos, den breitkrempigen thessalischen Hut, der gewöhnlich auch nur auf der Reise aufgesetzt wurde, sonst aber an einem Riemen auf den Rücken herabhing. Nr. 1 trägt hohe mit Bändern umwundene Stiefel (endromides), die aus Leder oder Filz gefertigt wurden, Nr. 2 nur Wadenstrümpfe ohne Füsslinge, wie sie noch heute von Gebirgsbewohnern getragen werden.

Nr. 2.
Frau im Chiton, der bis auf die Füsse herab reicht (altgriechisch χιτών), und mit einem Himation (Mantel) darüber.

Nr. 3.
Mann im Chiton mit dem Himation.

Nr. 4.
Frau im doppelt gegürteten Chiton

Nr. 5.
Frau im Chiton und mit geblümtem Überkleid.

Nr. 7.
Mann im Chiton und Himation.

Nr. 8, 10, 12, 13, 16 und 18.
Diese Nummern bezeichnen unter den dargestellten Helmen die ältesten und den Beschreibungen bei Homer am meisten entsprechenden Exemplare. Nr. 8 ist aus dem Münzkabinett der Nationalbibliothek in Paris, Nr. 10 aus dem Museum des Vatikan kopiert.

Nr. 20.
Sogenannter Helm des Menelaus, gefunden in der Villa des Hadrian in Tivoli. Mit beweglichem Visier. Die Röhre an der Seite oberhalb der Wange diente dazu, den Sturmriemen hindurch zu ziehen.

Nr. 15.
Helm aus einer Trophäe des Augustus im Kapitol.

Nr. 11 und 22.
Bronzene Gladiatorenhelme aus Pompeji mit Visier, Stirn- und Nackenschutz. In den Kämmen befinden sich Löcher, die zur Befestigung von Federbüschen gedient haben.

Nr. 14, 17, 19 und 21.
Griechische Helme von verschiedener Gestalt. Bei Nr. 17 scheinen die zum Schutze der Wange dienenden Teile empor geklappt

(Nach Willemin, Costumes des peuples de l’antiquité.)

Quelle: Geschichte des Kostüms in chronologischer Entwicklung von Auguste Racinet. Bearbeitet von Adolf Rosenberg. Berlin 1888.

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