Christian IV. König von Dänemark 1625-1640.

König Christian IV von Dänemark. Historisches Barock Kostüm. Bekleidung und Mode im 17. Jahrhundert.

Dänemark. Christian IV von Dänemark um 1625.

Christian IV von Dänemark.

Christian IV (dänisch: Christian den Fjerde; 12. April 1577 – 28. Februar 1648), manchmal umgangssprachlich als Christian Firtal in Dänemark und Christian Kvart oder Quart in Norwegen bezeichnet, war von 1588 bis 1648 König von Dänemark-Norwegen und Herzog von Holstein und Schleswig. Seine 59-jährige Herrschaft ist die längste der dänischen Monarchen und skandinavischen Monarchien.

König Christian IV von Dänemark. Bekleidung und Mode im 17. Jahrhundert.

Dänemark. Christian IV von Dänemark um 1630.

König Christian IV von Dänemark. Historisches Barock Kostüm. Bekleidung und Mode im 17. Jahrhundert.

Dänemark. Christian IV von Dänemark um 1640.

Christian IV (dänisch: Christian den Fjerde; 12. April 1577 – 28. Februar 1648), manchmal umgangssprachlich als Christian Firtal in Dänemark und Christian Kvart oder Quart in Norwegen bezeichnet, war von 1588 bis 1648 König von Dänemark-Norwegen und Herzog von Holstein und Schleswig. Seine 59-jährige Herrschaft ist die längste der dänischen Monarchen und skandinavischen Monarchien.

Quelle: Blätter für Kostümkunde: historische und Volkstrachten von Franz Lipperheide.

Christian IV., König, Dänemark, Porträt, Dreissigjähriger Krieg,
Christian IV., König von Dänemark 1588-1648. Geb. 12. April 1577, gest, 28. Febr. 1648.

Christian IV., König von Dänemark 1588-1648.
Geb. 12. April 1577, gest, 28. Febr. 1648.

Christian IV., König von Dänemark und Norwegen, Herzog von Schleswig-Holstein, Sohn des Königs Friedrich II. und dessen geistreicher Gemahlin Sophie von Mecklenburg, wurde am 12. April 1577 zu Frederiksborg auf Seeland geboren. Nach dem frühzeitigen Tod seines Vaters am 4. April 1588 wurde er von den Ständen zum König gewählt und zunächst unter Vormundschaft einer aus vier Mitgliedern des Reichsrats gebildeten Kommission gestellt. Gleich nach seiner Mündigkeitserklärung im Jahr 1596 begann Christian dem bisher ziemlich vernachlässigten Norwegen grosse Aufmerksamkeit zuzuwenden; er besuchte es fast jährlich, ja im Jahr 1599 umfuhr er mit einer Flotte das ganze Land bis zur finnischen Küste. Des schwedischen Königs Karl IX. Ansprüche auf Lappland führten im Jahr 1611 zu einem Krieg mit dem Nachbarstaat, dem sogenannten Kalmarkrieg. Die wichtige Festung Kalmar und das von Karl IX. angelegte Gothenburg fielen in Christians Hände, und seine neugebaute stattliche Flotte behauptete auch zur See das Übergewicht, so dass Karls Nachfolger Gustav Adolf 1613 einen für Dänemark günstigen Frieden zu schliessen sich veranlasst sah.

Die nun folgenden Friedensjahre bildeten die Glanzzeit der Regierung Christians. Auf einen Aufschwung seines Landes bedacht, verbesserte er Gesetzgebung und Verwaltung, hob Handel und Industrie, liess eine Börse und andere herrliche Renaissancebauten durch niederländische Baumeister aufführen, erweiterte die Universität und stiftete die Ritterakademie zu Soröe, sowie viele Lateinschulen. Die Errichtung der ostindischen Handelsgesellschaft führte zur Erwerbung Trankebars (Tharangambadi, Indien) an der Küste Koromandel (südöstliche Küste Indiens), der ersten dänischen Kolonie in Ostindien. Dagegen scheiterte sein wiederholter Versuch, die Ostküste Grönlands wieder aufzufinden.

Nach der Begründung eines stehenden Heeres von 5000 Mann glaubte er die Teilnahme am dreissigjährigen Krieg wagen zu können, wurde jedoch 1626 bei Lutter am Barenberge von Tilly gänzlich geschlagen, und Holstein, Schleswig und Jütland waren der Plünderung und Aussaugung durch die Feinde schonungslos preisgegeben, bis endlich im Jahre 1629 der für Christian sehr glimpfliche Friede von Lübeck zustande kam.

Diesen Krieg benutzte Hamburg, um sich der Konkurrenz des von dem König 1616 angelegten Glückstadt zu erwehren, zog jedoch schliesslich den kürzeren und musste sich die Erhebung eines Elbzolles auch ferner gefallen lassen. Unglücklich verlief dagegen der durch die zudringlichen Vermittelungsversuche Christians zwischen den Schweden und Kaiserlichen im Jahre 1643 entbrannte zweite Krieg mit den ersteren. Zwar zwang der König die schwedische Flotte durch die erbitterte Seeschlacht auf der Kolberger Heide zum Rückzug, aber die weiteren Kämpfe gestalteten sich für ihn so unerfreulich, dass er im Frieden von Brömsebro grosse Abtretungen in den übersundischen Landen und die Befreiung der schwedischen Schiffe vom Sundzoll bewilligen musste. An diesem Friedensschluss trug wesentlich der gegen die Interessen des Landes blinde Adel schuld, welcher sich gegen die Fortsetzung des Krieges erklärt hatte, wie er auch die Reformversuche des Königs, z. B. die Aufhebung der Leibeigenschaft des Bauernstandes im Jahre 1634 vereitelte. Diese unerquicklichen Verhältnisse verbitterten seine letzten Lebensjahre; er starb am 28. Februar 1648 auf dem von ihm erbauten Rosenborg-Slot in Kopenhagen.

Christian IV. war unter allen dänischen Herrschern aus dem Oldenburgischen Stamme der volkstümlichste. Ihn zeichneten hohe Tugenden aus: klarer Verstand, persönlicher Mut, grosser Pflichteifer, warme Liebe zu seinen Untertanen; aber freilich fehlte ihm die geniale Sicherheit in seinen Entschlüssen und die unbeugsame Konsequenz in der Verfolgung seiner Ziele, um zu wahrer Herrschergrösse zu gelangen.

Stich von J. Muller noch dem Gemälde von P. Isaaksz.

Quelle: Das Zeitalter des Dreissigjährigen Krieges (1600-1670). Allgemeines historisches Portraitwerk. München 1895. Verlagsanstalt für Kunst und Wissenschaft vormals Friedrich Bruckmann. Nach den besten gleichzeitigen Originalen nach Auswahl von Dr. Woldemar von Seidlitz mit biografischen Daten von Dr. H. Tillmann und Dr. H. A. Lier.

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