Fafner, Fáfnir in Der Ring des Nibelungen.

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Fafner

Fafner.

Das Rheingold. Der Ring des Nibelungen.

An dem in dunkle Felle gehüllten schwarzhaarigen Riesen erfüllt sich allsogleich Alberichs Fluch. Fafner erschlägt den Bruder und nimmt Wurmsgestalt an, um fortan in Neid – Höle (Gnitahaide heisst’s in der Edda) der Bewachung des Schatzes zu leben.

Quelle: Das Rheingold aus der Oper Der Ring des Nibelungen von Richard Wagner. Kostümentwürfe für den ersten Ring-Zyklus von Prof. Carl Emil Doepler, 1876. Uraufführung am 22. September 1869 im Königlichen Hof- und Nationaltheater München.

In der nordischen und germanischen Mythologie ist Fáfnir (altnordische Aussprache: [ˈfɑːvnez̠]) ein mächtiger Zwerg und Sohn von Hreidmar sowie Bruder von Regin und Ótr. Einst von Andvaris Ring und Gold verflucht, erschlägt Fafnir seinen Vater aus Habgier und wird zum Drachen. Fafnirs Bruder Regin half Sigurd bei der Beschaffung von Gram, dem Schwert, mit dem er Fáfnir tötete.

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Die Geschichte von Fáfnir wurde im Laufe der Geschichte in vielen Varianten erzählt, aber sie folgen alle einer Standardstruktur. Loki tötet den Bruder von Regin und Fáfnir, Ótr, während dieser die Gestalt eines Otters annimmt. Als Bezahlung mussten Loki, Odin und Hœnir das Fell des Otters mit Gold füllen.

Fáfnir erscheint in Richard Wagners epischem Opernzyklus Der Ring des Nibelungen (1848-1874) in der Schreibweise „Fafner“, obwohl er zu Beginn seines Lebens eher ein Riese als ein Zwerg war.

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In der ersten Oper, Das Rheingold (1869), die teilweise auf dem Gylfaginning *) basiert, versuchen Fafner und sein Bruder Fasolt, die Göttin Freia, eine Mischung aus den Göttinnen Freyja und Idun, zu entführen, die ihnen vom Götterkönig Wotan als Gegenleistung für den Bau des Schlosses Walhalla versprochen worden ist.

*) Gylfaginning (altnordisch: „Die Betörung des Gylfi“ oder „Die Verblendung des Gylfi“; ca. 20.000 Wörter; ist der erste Teil der Edda aus dem 13. Jahrhundert nach dem Prolog. Die Gylfaginning handelt von der Erschaffung und Zerstörung der Welt der Æsir und vielen anderen Aspekten der nordischen Mythologie. Der zweite Teil der Prosa-Edda wird Skáldskaparmál und der dritte Háttatal genannt.

Fasolt ist in sie verliebt, während Fafner sie begehrt, da die Götter ohne ihre goldenen Äpfel ihre Jugend verlieren würden. Die Riesen, vor allem Fafner, willigen ein, stattdessen einen riesigen Schatz anzunehmen, der dem Zwerg Alberich gestohlen wurde. Der Schatz umfasst den magischen Helm Tarnhelm und einen magischen Ring der Macht.

Als sie den Schatz aufteilen, streiten sich die Brüder, und Fafner tötet Fasolt und nimmt den Ring an sich. Er flieht auf die Erde, benutzt den Tarnhelm, um sich in einen Drachen zu verwandeln, und bewacht den Schatz viele Jahre lang in einer Höhle, bevor er schließlich von Wotans sterblichem Enkel Siegfried getötet wird, wie es in der gleichnamigen Oper dargestellt wird.

Während Fasolt jedoch ein romantischer Revolutionär ist, ist Fafner eine gewalttätigere und eifersüchtigere Figur, die den Sturz der Götter anstrebt. In vielen Inszenierungen wird gezeigt, wie er in seine ursprüngliche Riesengestalt zurückkehrt, während er die Todesrede an Siegfried hält.

Ein Großteil von Tolkiens Werk wurde von der nordeuropäischen Mythologie inspiriert. Es lassen sich viele Parallelen zwischen Fáfnir und Smaug aus Der Hobbit sowie zwischen Fáfnir und Glaurung, dem ersten Drachen in Mittelerde, der von Turin getötet wird, ziehen.

Der Austausch zwischen Bilbo und Smaug ist fast identisch mit dem zwischen Fáfnir und Sigurd. Der Hauptunterschied besteht darin, dass Sigurds Gespräch stattfindet, nachdem der Todesstoß erfolgt ist. Dies ist höchstwahrscheinlich auf einen dramatischen Effekt zurückzuführen, denn für Bilbo steht viel mehr auf dem Spiel, wenn er mit Smaug spricht.

Auch der andere Drache Glaurung weist viele Ähnlichkeiten auf. In Tolkiens Buch der verlorenen Geschichten wird Glaurung als flugunfähiger Drache beschrieben, der Gold hortet, Gift spuckt und „große List und Weisheit“ besitzt. In Tolkiens Buch Die Kinder von Húrin wird er von Turin von unten erschlagen, ähnlich wie Fáfnir. Auch Turin und Glaurung haben nach dem tödlichen Schlag einen Wortwechsel.

Carl Emil Doepler (1824-1905) war ein deutscher Maler, Buchillustrator und Kostümbildner. Sein Sohn Emil Doepler der Jüngere, entwarf den Deutschen Adler, der von 1919-28 als Wappentier der Weimarer Republik, danach – bis 1935 – als Reichs,- und seit 1949 als bundesdeutscher Adler benutzt wurde.

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Literatur:


Die Nibelungen. Das Sagen-Epos des Nibelungenlieds von Michael Köhlmeier.

„Wie jede Sage, wie jedes Märchen löst sich auch die Geschichte von Siegfried und Kriemhild, von Gunther und Brunhield, von Hagen und den anderen in der Gegenwart ein. Das heißt: Sie erzählt uns von heute.“ Michael Köhlmeier

Sagen des klassischen Altertums. Die griechischen Mythen - Geschichten von Liebe, Mord und Eifersucht. Von Michael Köhlmeier.

Die Nibelungen: Sage – Epos – Mythos. Von Joachim Heinzle.

Der Aufsatzband mit 28 Beiträgen zum Nibelungenlied ist zeitgleich mit dem Begleitband zur großen Nibelungenausstellung in der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe anläßlich der Erwerbung der Nibelungenhandschrift C (Karlsruhe, Bad. LB, Codex Donaueschingen 63) erschienen. Er gibt den aktuellen Forschungsstand zu den vielfältigen Fragen zum Gesamtkomplex Nibelungenlied wieder.


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