Das Lady Franklin Cape. Hawaiianische Federarbeit des 19. Jhs.

Polynesien, Volkskunst, Federn, Kunst Hawaii, Lady, Franklin, Cape,
Das Lady Franklin Cape. Hawaiische Federarbeit der polynesischen Ureinwohner der Hawaii-Inseln.

Das Lady Franklin Cape.

Hawaiische Feder Kunst der polynesischen Ureinwohner der Hawaii-Inseln.

Ein außergewöhnlich schönes Cape aus bunten Vogelfedern, das König Alexander Liholiho (Kamehameha IV, König von Hawaii) 1861 Lady Jane Franklin (Lady Jane Griffin) schenkte, die auf ihrer damaligen Suche nach Spuren ihres vermissten Ehemannes Sir John Franklin, auf die Hawaii Inseln kam, in der Hoffnung, von den rauen Walfängern, die damals in der Wintersaison auch diese Häfen aufsuchten, einige Hinweise auf mögliche Relikte der Expedition von Sir John Franklin zu erhalten, die sie bei ihren sommerlichen Fahrten in die arktischen Meere bemerkt haben könnten.

Die öffentliche Anteilnahme war so stark, dass der König dieses durch die Schenkung eines kostbaren Umhanges aus bunten Vogelfedern würdigte. 1) Nach dem Tod von Lady Franklin am 18. Juli 1875 wurde der Umhang an Mr. G. B. Austen Lefroy vermacht, von dem das Bernice Pauahi Bishop Museum in Honolulu ihn im Jahre 1909 erwarb.

Es wurde zur Ansicht geschickt, damit man sich von seinem ausgezeichneten Zustand überzeugen konnte. Mit großer Sorgfalt verpackt und zum Schutz auf der langen Seereise wurde es in einem Blechkasten eingelötet. Es war in einer Zeit des politischen Friedens und es gab keine Zensur. Die Beamten in San Francisco rissen den Behälter auf (da sie wohl das Recht und sicherlich auch die Macht dazu hatten), veranschlagten einen Zoll von 14,60 Dollar und schickten ihn ohne Wiederherstellung der Verpackung auf dem Seeweg zweitausend Meilen weiter. Als Gegenstand für das Bishop Museum zollfrei, korrigierte die Regierung den Fehler ihres Zollbeamten und erstattete das Geld zurück.

1) Neununddreißig Expeditionen wurden von England und Amerika auf der Suche nach der vermissten Polarexpedition (Ziel war das Auffinden der Nordwestpassage) zwischen 1847 und 1857 ausgesandt, fünf davon von Lady Franklin, die letzte von ihr im Jahre 1857 mit der Yacht Fox unter der Leitung von Kapitän Leopold McClintock, fand Beweise für die völlige Zerstörung der Expedition, und dem Hinweis, dass Franklin am 11. Juni 1847 gestorben war.

Quelle: Hawaiianische Federarbeit. Memoiren des Bernice Pauahi. Bishop Museum, Honolulu, H. I: Bishop Museum Presse 1918.

Der Ahuula.

Der ʻahuʻula ist ein Federkleid, das der Elite des hawaiianischen Archipels vorbehalten ist. Sie wurde traditionell mit der Mahiole, einer gefiederten Mütze, getragen.

Die Ahuula ʻahuʻula (Federumhang) und die Mahiole (Helm oder Mütze aus Federn) sind Symbole, die den Männern der aliʻi, d.h. der herrschenden Klasse des hawaiianischen Archipels, vorbehalten sind. Sie bestehen aus einem gewebten Netz und den Federn von zwei auf den Inseln endemischen Vögeln, dem Roten IIwi und dem Hawaiianischen O’o (letzterer ist heute ausgestorben).

Die gefiederten Mäntel und Umhänge wurden als spiritueller Schutz für hawaiianische Häuptlinge angesehen.

Ähnlich: