Fussbekleidungen 15. bis 19. Jh. Schuhmoden vom Mittelalter bis Rokoko.

Schuhmode, Fussbekleidungen, Mittelalter, Renaissance, Barock, Rokoko,
Sammlung von Fussbekleidungen.

Literatur

Der Dreißigjährige Krieg. Eine europäische Tragödie von Peter H. Wilson

Tagebuch eines Söldners aus dem Dreißigjährigen Krieg von Jan Peters.

Der Dreißigjährige Krieg: Als Deutschland in Flammen stand von Christian Pantle.


Sammlung von Fussbekleidungen.

15. Jahrhundert. Nr. 1. Schnabelschuh aus Leder, schwarz, sehr schmal, also wohl für einen Frauenfuss bestimmt. In den Seitenteilen kleine Löcher für Schnüre. Nr. 2. Holzleisten für einen Schnabelschuh, 34 cm. lang, vorn mit Eisen beschlagen und halbmondförmig auslaufend.

16. Jahrhundert. Nr. 4, 5 und 7. Stelzenschuhe aus Holz, wie sie die venetianischen Damen zu tragen pflegten; Nr. 4 und 7, wie gewöhnlich, mit weissem Leder überzogen, in welchem auf der Bekleidung des Fusses zierliche Ornamente ausgeschlagen sind; Nr. 5 mit Samt bekleidet, der, auf glattem Grund geschoren, Ornamente in gotischer Art in blauer und gelber Farbe zeigt. Nr. 6. Hausschuh aus weichem gelbem Leder mit Stickereien in grüner und roter Seide, italienisch.

Kostüm und Mode, das Bildhandbuch von John Peacock.

Von den frühen Hochkulturen bis zur Gegenwart. Mit weit über tausend farbigen Abbildungen bietet dieses Bildhandbuch einen einmaligen Überblick über die Mode des Abendlandes.

Modekunde, Arbeitsbuch, Bildbuch ,

Modekunde: Kleines Arbeits- und Bildbuch,

von Charlotte Lowack, Ruth Prof. Dr. Bleckwenn
Über 200 Zeichnungen. Ein Klassiker.

17. Jahrhundert, 1. Hälfte: Nr. 9. Halbstiefel aus rauem gelbem Hirschleder; er wurde — ein seltener Fall in dieser Zeit — über einer Zunge zusammengeschnürt; Nr. 12. Damenschuh aus braunem Leder mit rotem Absatz und roten Sohlenrändern, zwei Seitenteilen und langer Zunge; Nr. 18. Weiter Röhrenstiefel. Nr. 19 – Kampagnestiefel, beide schwarz, der letztere erscheint in Folge der Verhärtung des Leders gegenwärtig viel zu steif; alle diese vier Stücke sind entsprechend der allgemeinen Mode zur Zeit des 30jährigen Krieges vorn gerade abgestumpft; Nr. 11, ein Exemplar der Sporen, wie sie zu Nr. 18 und 19 gehörten; das keilförmige Klötzchen, das in der Abbildung das lederne Ristblatt stützt, ist natürlich wegzudenken.

17. Jahrhundert, 2. Hälfte: Nr. 8. Schuh aus gelbem glattem Leder mit rotem Absatz und zwei über den Rist gelegten Seitenteilen; Nr. 13. Galaschuhe ähnlicher Form, aus Silberstoff mit Goldstickerei und rotbraunen Absätzen aus Kork; Nr. 10. Schnürstiefel für einen Knaben, aus gelbbraunem Leder, die Echtheit fraglich; Nr. 20. Kampagnestiefel, vorn noch stumpf abgeschnitten.

18. Jahrhundert, 1. Hälfte: Nr. 14. Damenschuh aus schwarzem Samt mit Silberschnüren am Rand, Seitenlaschen und Zunge; Nr. 21 und 22 Kampagnestiefel, der erstere vorn gerade abgeschnitten, der andere mit dem gestickten Monogramm Ch. P. J. M.

18. Jahrhundert, 2. Hälfte: Nr.15. Aus schwarzem Leder mit lichtblauem Absatz und Rosette auf dem Rist, Typus des Frauenschuhes in der Zeit des Rococo; Nr. 19. Der gleichzeitige Männerschuh.

Dem Anfang des 19. Jahrhunderts gehört Nr. 17 an, ein Frauenschuh aus rotem Tuch. — Die türkischen Stelzenschuhe aus Holz Nr. 3 sind als Analoga für die venezianischen Frauenschuhe Nr, 4, 5 und 7 aufgenommen worden.

Quelle: Die Costüm-Ausstellung im K. K. Österreichischen Museum, 1891. Ihre wichtigsten Stücke, ausgewählt und beschrieben von Dr. Karl Masner. Karl Masner; Julius Löwy; K.K. Österreichisches Museum für Kunst und Industrie. Wien: J. Löwy, 1894.

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