Griechische und griechisch-römische Altertümer. Dekoration und Ornamente.

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GRIECHISCHE UND GRIECHISCH-RÖMISCHE ANTIQUITÄTEN.

Tafel VI.

Beispiele für polychromatische Dekoration.

Griechische und griechisch-römische Altertümer.

Die beiliegende Tafel enthält zahlreiche Beispiele für polychromatische Dekorationen, die aus verschiedenen Perioden der griechischen Kunst stammen, beginnend mit dem Zeitalter der Denkmäler in Egina oder dem Parthenon, bis hin zu dem, was man die griechisch-römische Periode nennen kann. Die Farben sind von Skizzen der fachkundigsten Künstler kopiert.

Es folgt eine Auflistung der Themen auf der Tafel, mit Verweisen auf die Stellen, aus denen sie ausgewählt sind:-

  • Nr. 1, 2, 3. – Fries und Korona-Ornamente, aus der Restaurierung des Parthenon, von M. Paccard. (Ecole des Beaux- Arts; Römische Abteilung.)
  • Nr. 4. – Ornamente aus dem Fries des Tempels der Athena Nike in Athen, kurz Niketempel oder Tempel der Nike Apteros genannt. (Lebas, Voyage archéologique en Grece et en Asie Mineure, I., pi. 8, No. 1.)
  • No. 5. – Antikes Fragment aus einer Tafel einer Korona 1). (Lebas, id., II., pi. 6, No. 1.)
  • No. 6. – Antefix 2) aus dem Tempel der Athena Nike. (Lebas, id.,, I., pi. 6.)
  • Nr. 7, 8, 9. – Antike Fragmente aus verschiedenen Monumenten in Athen. (Lebas, id., I., pi. 8, Nr. 4; II., pi. 5, Nr. 1 und 11.)
  • Nr. 10. – Dekorationen über dem Eingang des Tempels der Minerva Polias in Athen, aus der Wiederherstellung dieses Monuments durch M. Tetas. (Ecole des Beaux-Arts: Römische Abteilung.)
  • Nr. 11. – Friesornament des Tempels in Paistum, aus der Restaurierung von M. Thomas. (Ecole des Beaux-Arts : Römische Abteilung.)
  • Nr. 12, 13 – Ornament am Tempel des Jupiter Panhellenius, in Aegina, aus der Restaurierung von M. Gamier. Außenansicht (12) ; Innenansicht (13). (Ecole des Beaux-Arts : Römische Abteilung.)
  • Nr. 14. – Stern aus der Propylrea. (Lebas, Hittorff, etc.)
  • Nr. 15. – Cymatium, eine Rinne bildend, gefunden unter den Ruinen eines Tempels in Metapontum. ( Metaponte , par M. le due de Luynes et F. S. Debacq, pi. 7.)
  • No. 16. – Vorderseite und Unterseite eines Ornaments aus Steingut, das als Abdeckung für einen Balken diente, gefunden in Metapontum. (Id.,
    pi. 8.)
  • Nr. 17. – Bemalte Leisten. (Hittorff, Architecture polychrome chez les Grecs, pi. 9, fig. 10, p. 767.)
  • Nr. 18, 19. – Vitruvianische Schriftrollen.
  • Nr. 20, 21. – Mäander.
  • Nr. 22. – Bemalte Ornamente auf einem in Girgenti gefundenen Sarkophag, (Hittorff, Architektur polychrom, pi. 9, p. 767.)
  • No. 23. – Wand- und Deckenverkleidung im Tempel der Nemesis in Rhamnus. (Hittorff, id., pi. 10, fig. 9, p. 768.)
  • No. 24. – Fragment einer Mosaikarbeit, gefunden in Sizilien. (Hittorff, id., pi. 5, fig. 5, p. 761.)
  • Nr. 25, 26, 27, 29. – Verschlungene Ornamente. (Griechisch-römischer Stil.)
  • Nr. 28. – Mäander. (Griechisch-römischer Stil.)
  • Nr. 30, 31, 32, 33 – Ornamente in Terrakotta, gefunden in Pallazolle, Sizilien (Hittorff, pi. 7, fig. 1, 2, 3, p. 764), mit der Farbgebung, die derselbe Autor in seiner Restaurierung des Empedokles-Tempels von Selinunt, Sizilien. (pi. 2.) angegeben hat.
  • No. 34. – Ornamente. (Die gleiche Restaurierung, pi. 3.)
  • No. 35. – Palmenblätter.

1) Teil des antiken Dachgesims. Die Korona und das Cymatium sind die Hauptteile des Gesimses.

2) Ein Antefix (von lateinisch antefigere, vorher befestigen) ist ein vertikaler Block, der die Deckziegel eines Ziegeldachs abschließt und verdeckt. Er dient auch zum Schutz der Fuge vor Witterungseinflüssen. Bei großen Gebäuden war die Vorderseite jedes steinernen Antefixes reich geschnitzt, oft mit dem Ornament des Anthemion (Palmette).

Quelle: Polychromatisches Ornament von Auguste Racinet. London, H. Sotheran and Co., 1877.

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