Haustrachten des 14. und 15. Jahrhunderts. Wissenschaft und Künste.

Haustrachten, Kriegstrachten,  mi-parti, Zaddelmode, Mittelalter, Gewandung
Trachten aus der Mitte des 15. Jahrhunderts

Trachten aus der Mitte des 15. Jahrhunderts nach Federzeichnungen eines Pergamentkodex jener Periode, der Großherzoglichen Bibliothek zu Weimar.

Diese stellen verschiedene Wissenschaften und Künste dar, wie Heilkunde, Physik, Musik, Tanz, Taschenspieler und so weiter. Wir wählten daraus zu unseren Zweck einzelne Gruppen und bestimmten die Farben der selben nach einem alten Manuskript mit fast gleichen, doch kolorierten Figuren.

Modekunde, Arbeitsbuch, Bildbuch ,

Modekunde: Kleines Arbeits- und Bildbuch,

von Charlotte Lowack, Ruth Prof. Dr. Bleckwenn
Über 200 Zeichnungen. Ein Klassiker.

Das Wesentliche der hier dargestellten Trachten erscheint schon in der Mitte des 14. und verliert sich erst am Ende des 15. Jahrhundert, wie überhaupt die Haustrachten nicht so schnell und allgemein dem Wechsel der Moden unterworfen waren, als die Kriegstrachten, bei denen die Änderung, welche die Zeit hervorrief, schneller ein allgemeines Bedürfnis wurde.

In verschiedenste Anwendungen und Veränderung wiederholen sich hier das mi-parti, die weiten Sackärmel, wie die langen gezackten, oder gezaddelten Überwürfe. Unter B sehen wie ein Doktor in langer Schaube mit weiten Sackärmeln. Wenn sich auch die Form der Tracht änderte, so erschien noch lange Zeit der Doktor wie hier, in grüner Gewandung und roter Kopfbekleidung. Bei den reich gekleideten jungen Männern A, C & S erscheint der ritterliche Gürtel, welcher, da er um diese Zeit schon das Wesentliche seiner Bedeutung verloren hatte, hier vorzugsweise nur als Zierde.

Quelle: Trachten, Kunstwerke und Gerätschaften von frühen Mittelalter bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts, nach gleichzeitigen Originalen von Dr. J. H. von Hefner-Alteneck. Verlag von Heinrich Keller. Frankfurt a. M. 1879-1889.

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