Infantin Isabel Clara Eugenia, 16. Jh.

Infantin Isabel Clara Eugenia mit Magdalena Ruiz um 1585
Infantin Isabel Clara Eugenia mit Magdalena Ruiz um 1585

Isabel Clara Eugenia und Magdalena Ruiz um 1585.

Porträt der erstgeborenen Tochter von Philipp II., Infantin Isabel Clara Eugenia (1566-1633), mit der Zwergin Magdalena Ruiz. Tochter von König Philipp II. von Spanien, Ehefrau von Erzherzog Albert von Österreich, Landesherrin und spätere Gouverneurin der Niederlande.

Detail des Porträts von Infantin Isabel Clara Eugenia. Kamee, Schmuck, Kostüm.
Detail des Porträts von Infantin Isabel Clara Eugenia. Kamee, Schmuck, Kostüm.

Es folgt den traditionellen Formeln von Hofportraits, bei denen die Infantin aufrecht steht, aufwendig gekleidet ist und den Betrachter direkt ansieht. Ihre Juwelen haben hier eine wichtige symbolische Bedeutung. Sie gehörten ihrer Mutter Isabel de Valois und ihrer Stiefmutter Anna de Austria. Die Kamee mit einem Bild ihres Vaters Philipp II., das sie in der rechten Hand hält, verleiht der Szene ein ausgeprägtes Gefühl von dynastischer Kontinuität.

Porträt Infantin Isabel Clara Eugenia. Detail: Schmuck und Kostüm.
Porträt Infantin Isabel Clara Eugenia. Detail: Schmuck und Kostüm.

Isabel Clara Eugenia´s Würde wird durch die Anwesenheit von Magdalena Ruiz unterstrichen, die ihre Geste imitiert. Die Korallenkette und das Affenpaar können auf die Reisen der Infantin nach Portugal in Begleitung von Philipp II. hinweisen. Es gab erhebliche Meinungsverschiedenheiten darüber, wer dieses Werk gemalt hat, obwohl die Beteiligung der Werkstatt von Sánchez Coello in einen Großteil des Werkes inzwischen allgemein akzeptiert wird. Die Inventare von 1600 und 1636 im Madrider Alcázar-Palast beschreiben dieses Bild, ohne es jedoch einem Maler zuzuordnen.

Magdalena Ruiz. Detail des Bildes der Infantin Isabel Clara Eugenia von Alonso Sánchez Coello.
Magdalena Ruiz. Detail des Bildes der Infantin Isabel Clara Eugenia von Alonso Sánchez Coello.

Isabel Clara Eugenia wurde am 12. August 1566 im Palacio del Bosque de Valsaín, Segovia, Kastilien geboren. Sie war die älteste Tochter der dritten Ehe von König Philipp II. von Spanien und seiner Frau Isabel de Valois. Sie war die einzige seiner Kinder, die ihm bei seiner Arbeit helfen durfte, indem sie Dokumente durchsah und diese u. a. für ihren Vater vom Italienischen ins Spanische übersetzte.

Sie wurde von Juan Bautista Castaneo, apostolischer Nuntius (der künftige Papst Urbano VII.) getauft. Der spanische Historiker Enrique (oder Henrique) Flórez de Setién y Huidobro (21. Juli 1702 – 20. August 1773), schreibt über die drei Namen der Infantin: „Der erste von der Mutter (Isabel de Valois), der zweite am Tag der Geburt und der dritte von der Hingabe an St. Ignatius Eugen, dessen Körper der König im Jahr zuvor von Paris nach Toledo gebracht hatte, zu dessen Erfolg die Vermittlung unserer Königin (Isabella von Valois) als Schwester des Königs von Frankreich sehr viel beigetragen hat“.

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