Klöppelspitzen mit Reticellamusterung. Italienische Art.

Klöppelspitze, punto tagliato, Klöppeltechnik, Reticellamusterung, Reticella, Zackenspitze
Klöppelspitze. Italienische Art des 16. bis 17. Jahrhunderts.

Klöppelspitzen.

Italien, 16. bis 17. Jahrhundert.

Klöppelspitzen mit Reticellamusterung.

Tafel 3.

Die oberste Kante stellt die einfachste und früheste Art der Klöppelspitze dar: eine geflochtene Zackenspitze. Das geometrische Muster ist eine Übertragung des punto tagliato in die Klöppeltechnik.
2 zeigt technisch eine Bereicherung durch das Vorherrschen des Leinenschlages in der durchlaufenden Zickzacklinie. Auch hier ist das Muster dem Punto tagliato nachgebildet.
3 Breiter Einsatz mit vier – Wolkenbändern gleichenden horizontalen – Wellenlinien auf engem, quadratischem Gerippe. An den betonten Kreuzungspunkten Reticellamusterung.
4 Breiter geklöppelter Einsatz mit Reticellamusterung in Rauten. Die schmalen Abschlusskanten oben und unten zeigen ein Herzmodel, verwandt dem bei Dreger, Entwicklungsgeschichte der Spitze S. 37 aus Froschowers New Modelbuch abgedruckten. Unten ist an eine schmale gewebte Litze eine schwerfallende Zackenspitze angenäht mit Reticellamuster und ausgiebiger Verwendung des Leinenschlages.

1 und 2. Dr. Carl Geibelsche Erben, San Remo. 3 und 4. Frau Konsul Wedekind, Berlin.

Dentelles aux fuseaux. Genre italien du 16e au 17e siècle. Klöppelspitze. Italienische Art des 16. bis 17. Jahrhunderts. Borders of pillow lace. Style of Italian 16th and 17th century laces.

Quelle: Alte Spitzen. Aus Anlass der Spitzenausstellung im Leipziger Kunstgewerbemuseum 1911. Herausgegeben von Marie Schuette. Leipzig 1912 Verlag von Klinkhardt & Biermann.

Kommentar verfassen