Kt. Zürich. Frauentracht im Knonauer Amt bis ca. 1845.

Julie, Heierli, Frauentracht, Dirndl, Zürich, Knonauer, Schweiz
14. Kt. Zürich (Tracht des Knonauer Amtes)

Bild 14. Kt. Zürich (Tracht des Knonauer Amtes)

Frauentracht im Knonauer Amt bis ca. 1845.

„Burefeufi“

Modekunde, Arbeitsbuch, Bildbuch ,

Modekunde: Kleines Arbeits- und Bildbuch,

von Charlotte Lowack, Ruth Prof. Dr. Bleckwenn
Über 200 Zeichnungen. Ein Klassiker.

Wenn der Zürcher einer Frau deren linkisches Wesen vorhalten will, so sagt er heute noch etwa: „du bischt es rächts Burefeufi“. Das Burefeufi war nun freilich ursprünglich keine Person, sondern eine Tracht, und zwar diejenige des Knonauer Amtes (auch Knonauer Amt, Säuliamt), also des Kantonteils westlich vom Albis. Der Bezirk ist identisch mit dem Bezirk Affoltern.

Frauentracht, Dirndl, Burefeufi, Burefeufitracht, Zürich, Knonauer, Schweiz
Burefeufi

Ein solches Burefeufi stellt das 2. Bild dieser dritten Serie vor. Der Name kommt davon her, daß auf dem Bücken der Taille die Verzierung der farbigen Bänder die Form eines römischen V zeigt. (Siehe beistehende Vignette). Die Zahl fünf heißt im Zürcherdialekt Feufi und wenn das nun auf einem „Bure“kleid (Bauernkleid) vorkommt, so haben wir eben das Burefeufi.

Die Burefeufitracht ist sehr einfach, aber nicht ohne Interesse. Über roten Strümpfen kommt die „gekratzte“ (feingefältelte) sehr kurze Jüppe, die mit dem Mieder zusammen ein Stück bildet. Letzteres wird über einen einfachen Brustlatz oder auch nur über der Taille des Unterrockes genestelt.

Kostüm und Mode, das Bildhandbuch von John Peacock.

Von den frühen Hochkulturen bis zur Gegenwart. Mit weit über tausend farbigen Abbildungen bietet dieses Bildhandbuch einen einmaligen Überblick über die Mode des Abendlandes.

Den Hals umgibt ein kunstloses Göller. Bemerkenswert ist die aus gesteifter Leinwand angefertigte Haube. Sie umschließt das Gesicht so, daß kaum ein Härchen fein vorwitziges Härchen hervorstrecken kann.

Das glatte Vorderteil ist mit weißen Zierstichen benäht und von schmalen Spitzen eingefaßt. Die schwarzen Bindbändchen sind mittelst kleiner Perlenrosetten eingehängt. Reichere Frauen sollen hie und da vergoldete Rosetten gehabt haben. Auch diese Tracht ist untergegangen. Vor einigen Jahren wurde das letzte Mütterlein, das noch an Haube und Jüppe festgehalten hatte, zu Grabe getragen; ihr Burefeufi aber gelangte ins Schweiz. Landesmuseum.

Quelle: Die Schweizer Trachten vom XVII – XIX Jahrhundert nach Originalen. Dargestellt unter der Leistung von Frau Jul. Heierli und auf Fotomechanischem Wege in Farben ausgeführt. Originalaufnahmen vom Schweizer Trachtenfest. Verlag: Zürich, Brunner & Hauser, (1897-98).

Werktagsgewand
Herausgeber: Bezirk Schwaben; 2. Edition (9. August 2013).

Das Buch bietet eine ausführliche Anleitung zum Nähen des Werktagsgewandes.

Garnkunst. Naturmotive sticken mit der Nähmaschine.

Meredith Woolnough bietet einen tiefen Einblick in ihre aussergewöhnliche Technik des Stickens.

Posamentenknöpfe

Bezirk Schwaben; 2. Edition (12. Februar 2014)

Die Anleitungen geben einen fundierten Einblick zu allen grundlegenden Techniken des Knöpfe umspinnens.

illustration, alpenveilchen

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