Kriegsschwert des Kurfürsten Maximilian von Bayern. 17. Jh.

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1600 – 1650. Schwert des Kurfürsten Maximilian von Bayern

Kriegsschwert des Kurfürsten Maximilian von Bayern aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts.

Schwert des Kurfürsten Maximilian von Bayern, aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts; es stammt aus der alten herzoglich bayerischen Waffensammlung und ist jetzt im bayerischen Nationalmuseum, wo sich ausser diese, Kriegsschwert, noch zwei weitere Galadegen des Kurfürsten, die in der gleichen Art ziseliert und ornamentiert sind, befinden.

Die Ornamente des Schwertgriffes, wie jene auf den Scheiden, Beschlägen des hier dargestellten Schwertes sind erhaben in Eisen geschnitten und ziseliert, deren vertiefter Grund mit Gold ausgeschlagen ist; auffallend ist die Klinge von seltener Breite, deren Länge, die hier nicht vollständig sichtbar ist, 0,91 m beträgt.

Auf dem unteren Teil dieser Klinge ist das Bildnis Maximilians eingeschlagen; aus dieser Umschrift dieses Bildes, die nur den Herzogstitel aufführt, ist zu ersehen, dass das Schwert vor dem Jahre 1623 angefertigt wurde, in welchen mit der Kur-Würde die Belehnung Maximilians erfolgte.

Der Griff, von nicht sehr gewöhnlicher Art, hat an der einen Seite eine vorspringende Schale zum Schutz der Hand, von der aus ein Bügel bis zum Knopf läuft; an der anderen Seite befindet sich ein Ring zum Einlegen des Daumens, wodurch die Kraft des Hiebes verstärkt wird.

A zeigt den Knopf von oben gesehen, B das Ornament auf der Schale, das in der perspektivischen Totalansicht nicht vollständig zu sehen ist; C den Oberteil der Scheide mit dem Haken zum Einhängen, D den unteren Beschlag der Scheide.

Dies ist Kriegsschwert hat der Verfasser bereits im Jahre 1854 im wenig verbreiteten Werk „Altertümer des bayerischen Herrscherhauses von Freiherr von Aretin“ in Originalgröße abgebildet und gibt es des historischen Interesses wegen hier nach beigefügtem, etwas verkleinertem Maßstab wieder.

Quelle: Trachten, Kunstwerke und Gerätschaften von frühen Mittelalter bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts, nach gleichzeitigen Originalen von Dr. J. H. von Hefner-Alteneck. Verlag von Heinrich Keller. Frankfurt a. M. 1879-1889.

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