Krimtataren. Die Völker Russlands um 1861.

Krimtataren.

Die Krimtataren. Yaliboylu, Nogai-Tataren, Ortajulak, Tats
Krimtataren

Krimtataren sind eine türkische Volksgruppe, die sich im 13. bis 17. Jahrhundert auf der Krimhalbinsel angesiedelt hat. Die vor allem aus türkischen Stämmen bestehend, von den asiatischen Steppen kommend, in das Land der heutigen Krim in Osteuropa zogen.

Die Krimtataren werden in drei (oder manchmal auch vier) Untergruppen unterteilt:

  • Die Tats (nicht zu verwechseln mit den Tataren der Kaukasus-Region), die vor 1944 die gebirgige Krim bewohnten. Dabei handelt es sich vorwiegend um tatarisierte Griechen, Goten und andere Volksgruppen die auf der Krim auch Krim-Griechen genannt wurden und vom kaiserlichen Russland in die Gegend um Mariupol deportiert wurden.
  • Die Yaliboylu an der Südküste der Halbinsel.
  • Die Nogai-Tataren oder Mangit (nicht zu verwechseln mit den Nogai, die jetzt in Südrussland leben) – ehemalige Bewohner der Krimsteppe.
  • Die Ortajulak der Zentralkrim.

Historiker legen nahe, dass die Bewohner der Bergregionen der Krim, die zu den zentralen und südlichen Teilen (Tats) liegen und die der südlichen Küste der Krim (Yaliboylu) die direkten Nachkommen der Pontic Griechen, Armenier, Skythen, Ostrogoten (Krim-Goten) und Kipchaks zusammen mit den Cumans waren, während die jüngsten Bewohner der nördlichen Steppe die Nachfahren der Nogai Horde (Teil der Goldenen Horde) des Schwarzen Meeres sind und nominell die Untertanen des Krim-Khan darstellten.

Eine andere Theorie lässt vermuten, dass die Krimtataren ihre Ursprünge auf die Besiedlungswellen der antiken Völker der Skythen, Griechen, Goten, Italiener und Armenier zurückzuführen sei.

Quelle: Typical costume images of the peoples of Russia. The „Peoples of Russia“ by Gustav-Theodor Pauli, 1862 edition. Description ethnographique des peuples de la Russie.

Weiterführend:

Die Kosaken des Kaukasus.

Chewsuren. Trachten des Kaukasus.

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