Landsknechtharnisch aus der Zeit des schmalkaldischen Krieges

Landsknechtsharnisch, Harnisch, Rüstung, Renaissance,
Landsknechtharnisch 16. Jh.

LANDSKNECHTHARNISCH *).

Die Abbildung zeigt einen vollständigen Landsknechtharnisch aus der Zeit des schmalkaldischen Krieges (1546 bis 1547). Besonders bemerkenswert ist der aus der Mitte der Brust weit vorspringende Grat, der sich in den nächsten Jahrzehnten zum tiefgesenkten Gans- oder Poulainebauch ausbildete.

Das Armzeug hat Achseln mit hohen Stauchen zum Schutz des Halses und grosse leicht bewegliche Ellbogenkacheln, die mittels angenieteter Riemen das Verbindungsglied des Ober- und Unterarmzeuges bilden. Am rechten schmalen Vorderflug hängt eine Scheibe, die, während der Mann zum Hieb ausholte, die Achselhöhle deckte. Auf der Brust zeigen sich zwei Landsknechte in der gleichzeitigen sogenannten Pluderhosentracht, und am oberen Brustrand eine Bordüre mit eingeätztem Laubornament. Dieser Harnisch ist Nürnberger Arbeit.

*) Dieser Harnisch stammt aus der Waffensamnlung im k. k. Lustschloß Laxenburg bei Wien.

Quelle: Die Waffensammlung des österreichischen Kaiserhauses im K. K. Artillerie-Arsenal-Museum in Wien. Herausgegeben von Quirin Leitner. Wien: H. Martin, 1866-1870.

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