Geprägtes Leder. Farbige Goldornamentik. Barock 17. u. 18. Jh.

Lederprägung, Rokoko, Barock, Leder, Ornamente,
Vergoldete Leder und deren Bordüren. 17. und 18. Jahrhundert

SIEBZEHNTES UND ACHTZEHNTES JAHRHUNDERT. VERGOLDETE LEDER UND DEREN BORDÜREN.

Wir haben bereits einige Erläuterungen zur Herkunft und Herstellung dieser gestempelten Leder mit in Gold und Farben gedruckten Ornamenten gegeben.

In den vorliegenden Fällen ist die Verwendung einer größeren Vielfalt an Farbtönen und zarteren Farben charakteristisch für die vergleichsweise kokette und manierierte, aber gleichzeitig intelligentere Kunstperiode, mit der das achtzehnte Jahrhundert begann, verglichen mit der Stilepoche von Louis XIII.

Die Schönheit der Ornamente ist nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass für diesen kostspieligen Luxus die Entwürfe in der Regel von den besten Dekorationskünstlern der damaligen Zeit wie Oppenord 1), oder Meissonnier 2) und anderen geschaffen wurden.

Nr. 1 und 2 – Museum von Cluny.
Nr. 3 bis 7 – Sammlung von M. Leclercq. Kuriositätenhändler, Paris.
Nr. 8. – Sammlung von M. Recappé.

1) Gilles Marie Oppenordt (Paris, 1672 – Paris, 1742) war ein französischer Architekt und Dekorateur, bekannt als „der französische Borromini“. Francesco Borromini, geboren als Francesco Castelli (1599 – 1667), war ein italienischer Architekt, der fast ausschließlich in Rom arbeitete und zu den Hauptvertretern der Barockarchitektur gehörte.
2) Juste-Aurèle Meissonier (1695 – 1750) war ein französischer Goldschmied, Bildhauer, Maler, Architekt und Möbeldesigner.

Quelle: Polychromatisches Ornament von Auguste Racinet. London, H. Sotheran und Co., 1877.

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