Mobiliar aus der Epoche Ludwigs XVI. Die Sänfte. Frankreich 18. Jh.

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Frankreich 18. Jh. obiliar aus der Epoche Ludwigs XVI. Die Sänfte.

FRANKREICH. XVIII. JAHRHUNDERT. MOBILIAR AUS DER EPOCHE LUDWIGS XVI.

1, 2,
3,
4,

Nr. 1 und 2. Sänfte von zwei Seiten.
Geschnitztes und vergoldetes Holz, mit Blumen und Amoretten bemalt. Das Innere mit karmoisinroten Samt verziert. Die bei den Füllungen, die Tür und die obere Galerie mit ziselierten und durchbrochenen Bronzeornamenten. Höhe 0,63 m, Breite 0,78 m, Tiefe 0,94 m. Die Sänfte war im Besitz der Königin Maria Lesczinska und befindet sich im Wagenmuseum in Trianon.

Nr. 3. Der Unabhängigkeitskandelaber.
Dieser Kandelaber wurde 1785 bei Thornire als Geschenk für General Lafayette nach der Anerkennung der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten von Nord-Amerika von der Stadt Paris bestellt.
Sockel mit drei Sevresplatten, auf hellblauem Grunde den Vertrag mit Amerika, den Beginn der Feindseligkeiten und den Frieden als Sieger über den Krieg darstellend. Die Leoparden deuten auf die besiegten Engländer, die Hähne auf den Sieg der Franzosen, die Sirenen auf den Ocean, die Schiffsschnäbel auf die widmende Stadt hin. Der sonstige Körper des Kandelabers besteht aus ziselierter Goldbronze. Höhe 0,62 m, Durchmesser 0,30. Mobilier national.

Nr. 4. Tisch aus vergoldetem Holz; Ornamente aus ziselierter Goldbronze.
Der Fries, auf dem die Marmortafel ruht, besteht aus Rankenwerk, von Perlenschnüren eingefasst, und wird durch drei Tafeln mit Liebesattributen unterbrochen. Voluten und Füsse mit vergoldeten Kannelüren. In der Mitte der Querleisten eine Vase mit Blumen und Girlanden. Der Tisch gehört zum Mobilier national und befindet sich im Château de Compiègne.

Abbildung nach einer Photographie.

Vgl. den Catalogue du Mobilier national von E. Williamson und de Champeaux (Exposition de l’Union centrale 1882).
E. Williamson, Les meubles d’art du Mobilier national, Paris. A. de Champeaux, Le meuble, 2 Bde.

Quelle: Geschichte des Kostüms in chronologischer Entwicklung von Albert Charles Auguste Racinet. Bearbeitet von Adolf Rosenberg. Berlin 1888.

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