Adélaïde de Saint-Germain, comtesse de Montalivet um 1820.

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La Comtesse de Montalivet. Miniatur von Jean-Baptiste Jacques Augustin.

Louise-Adélaïde Starot de Saint-Germain, Gräfin von Montalivet, geboren am 13. Februar 1769 in Versailles, gestorben am 10. März 1850 im Château de Thauvenay, war eine angeblich uneheliche Tochter von Louis XV.

Sie war offiziell die Tochter von Catherine Eleonore Bénard, eine der Geliebten des Königs Ludwig XV. und von Joseph Starot von Saint-Germain.

Diese königliche Abstammung wird jedoch von den Genealogen Joseph Valynseele und Christophe Brun in ihrem Buch „Les bâtards de Louis XV et leur descendance“ angefochten: „War sie die Tochter von Louis XV und Catherine Bénard? Es scheint nicht denn sie wurde elf Monate nach der Hochzeit ihrer Eltern geboren.

In noch jungen Jahren, als sie noch bei ihren Eltern in Valence wohnte, traf sie den jungen General Napoleon Bonaparte, der sich in sie verliebte, sogar überlegte, sie zu heiraten, musste sich aber zurückziehen, als Adelaides Vater sich weigerte einer Ehe zuzustimmen.

Am 31. Juli 1797 heiratete sie in Valencia ihren Cousin Jean-Pierre de Montalive, der Bonapartes Innenminister werden sollte. Von 1804 bis 1810 wurde sie zur Dame de compagnie (Hofdame) des Palastes der Kaiserin Josephine, von 1810 bis 1814 dann der Kaiserin Marie-Louise.

Sie ist eine Vorfahrin des ehemaligen Präsidenten der französischen Republik, Valéry Giscard d’Estaing (1926), dessen Verwandtschaft mit Ludwig XV. viel Tinte fließen ließ: Valéry Giscard d’Estaing stammt nicht (wie er behauptet) von Lucie Madeleine d’Estaing (1743-1826), der berühmten Mätresse von Ludwig XV., ab, sondern von einer anderen Lucie Madeleine d’Estaing (1769-1844) des sogenannten Zweigs von Réquistat (illegitimer Zweig der Familie Estaing).

Quelle: La miniature française 1750-1825 von Henri Bouchot. Paris: Goupil & cie., 1907.

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