Historische Schweizer Frauentracht des Kanton St. Gallen im 19. Jh.

Trachtenmode, Kanton, St. Gallen, Schweiz, Schweizer Volkstrachten, Julie Heierli,
Kt. St. Gallen.

Kt. St. Gallen.

Nr. 35.

In der Umgebung der Stadt St. Gallen wurde einst eine Tracht getragen, die in derjenigen der Appenzellerinnen heute noch fortlebt. Ihr Verbreitungsbezirk reichte über das Appenzellerland bis ins obere Toggenburg.

Die kleine „Schlappe“ auf dem Kopf entspricht den riesengroßen Flügeln, die später die Appenzellerinnen an Festen trugen. Das Band, das die Haare zurückzuhalten hatte, hieß „Haarfresserin“; die Haare sollen vom Tragen des Samtpolsters ausgefallen sein.

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Das Mieder besteht aus blau brochiertem Seidenstoff mit reicher Silbergarnitur zu beiden Seiten des Vorsteckers und auf dem Rücken. Ein farbiges Band ist zum Einnesteln und zu den Achselschleifen verwendet. Die Armbänder zeigen Gold- und Silberverzierung.

Der Rock ist in gleichmäßige Falten eingereiht und besteht aus einem eigenartig geflammtem Wollstoff. Die Schürze ist aus Kattun gemacht. Schürzenbrisli und Göllereinfassung bestehen aus fein gesteppten Seidenbändern. Die Schuhe haben hohe Absätze.

Quelle: Die Schweizer Trachten vom XVII – XIX Jahrhundert nach Originalen. Dargestellt unter der Leistung von Frau Jul. Heierli und auf Fotomechanischem Wege in Farben ausgeführt. Originalaufnahmen vom Schweizer Trachtenfest. Verlag: Zürich, Brunner & Hauser, (1897-98).

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