Kronen und Szepter der merowingischen Könige im Mittelalter.

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Europa – Mittelalter. Königskronen und Szepter.

Kronen und Szepter der merowingischen und karolingisch,- fränkischen Könige.

EUROPA – MITTELALTER FRANKREICH. KÖNIGSKRONEN UND SZEPTER.

Die meisten der hier zusammengestellten Beispiele sind Denkmälern entlehnt, die einer späteren Zeit angehören, als die dargestellten Personen. Bernard de Montfaucon, aus dessen Werk Les Monumens De La Monarchie Françoise diese Proben genommen sind, glaubt zwar, dass die Statuen französischer Könige aus älteren Bauten in solche des XI, XII. und XIII. Jahrhunderts überführt worden; indessen bedarf diese Ansicht für jeden Fall eines Beweises, der nicht erbracht worden ist. Man wird deshalb gut tun, alle diese Kronen und Scepter dem XI, XII. und XIII. Jahrhundert, also der Epoche des romanischen Stils, zu überlassen, für welchen auch die meisten Ornamente charakteristisch sind. Eine Ausnahme macht nur der Siegelring König Childerich’s I., der in seinem Grab in Tournai, Belgien gefunden worden ist.

  • Nr. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7. Kronen Chlodwig’s, seiner vier Söhne Theuderich, Chlodomer, Childebert und Chlothar und der beiden Königinnen Clotilde und Ultrogotho (Gemahlin Childeberts). Vom Portal der Pariser Abtei St. Vincent, dem späteren St. Germain-des-Prés in Paris.
  • Nr. 8, 9, 10, 11. Kronen von Statuen des dritten Portals von Notre-Dame in Paris.
  • Nr. 12, 13. Vom Portal der Kathedrale in Chartres.
  • Nr. 14. Vom Grab Chlothar I. in der unterirdischen Kirche von Saint-Médard („in basilicam“) in Soissons.
  • Nr. 15. Die angeblich echte Krone Fredegundes. Fredegund oder Fredegunda (gestorben im Jahre 597) war die Gemahlin der Königin von Chilperich I., dem merowingisch-fränkischen König von Soissons. Sie fungierte als Regentin während der Minderjährigkeit ihres Sohnes Chlothar II. von 584 bis 597.
  • Nr. 16, 17. Angeblich aus der Zeit Dagoberts. Dagobert I. (ca. 603 – 19. Januar 639 n. Chr.) war König von Austrasien (623-634), König aller Franken (629-634) und König von Neustrien und Burgund (629-639). Er war der letzte König der merowingischen Dynastie, der eine wirkliche königliche Macht ausübte und der erste der fränkischen Könige, der in den königlichen Gräbern der Basilika St. Denis begraben wurde.
  • Nr. 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32. Kronen und Mützen, angefertigt von Abt Fulrad zur Zeit Pippins und Karls des Grossen. Fulrad wurde 710 in eine wohlhabende Familie geboren und starb am 16. Juli 784 als Benediktiner Abt von St. Denis. Er war der Ratgeber sowohl von Pippin als auch von Karl dem Großen. Historiker sehen Fulrad aufgrund seiner Bedeutung für den Aufstieg des fränkischen Königreichs und der Einblicke, die er in die frühe karolingische Gesellschaft gewährt, als besonders bedeutsam an.
  • Nr. 33, 34, 35, 36. Kronen Karls des Grossen. Die drei letzteren stammen von einem Siegel eines Mosaiks der Lateranbasilika, italienisch Basilica San Giovanni in Laterano und von einer Statue in Aachen.
  • Nr. 37, 38, 39, 40, 41. Kronen Pippins des Kurzen, Lothars und Karls des Kahlen aus einem Manuscript des IX. Jahrhunderts. .
  • Nr. 42, 43, 44.
    Siegelring Childerichs, gefunden in seinem Grabe in Tournai.
  • Nr. 45. Szepter Dagoberts aus dem Schatz der Abteikirche von St. Denis. Der Adler mit dem Fragment einer menschlichen Figur ist römischen Ursprungs und soll von einem Konsulstab herrühren. Der Stab zeigt byzantinische Ornamente.
  • Nr. 46, 47. Scepter und Gerechtigkeitsstab (Main de Justice). Sie dienten bei der Krönung der französischen Könige. Aus dem Schatz der Abteikirche von St. Denis.

Quelle: Geschichte des Kostüms in chronologischer Entwicklung von Albert Charles Auguste Racinet. Bearbeitet von Adolf Rosenberg. Berlin 1888.

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