Italien. Antiker Tempel der Vesta in Tivoli von J. D. Harding.

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Tempel der Vesta von Tivoli. Gezeichnet von J. D. Harding.

Tempel der Vesta von Tivoli.

Gezeichnet von J. D. Harding.

Diese Ansicht ist auf der Tuffsteinmasse entstanden, auf der der Tempel errichtet wurde. Die Grotte des Neptun, die tiefen Höhlen unterhalb der Ponte Lupo und das tiefe Bett des Anio, wo er aus diesen Höhlen austritt, liegen zwischen den hier zu sehenden Bergen und den Felsen, auf denen dieser Tempel und der der Sibylle, die er verbirgt, gebaut sind. Kaum ein Ort ist auffälliger als die Plattform des Vesta-Tempels: Die Szene um und unter dem Betrachter ist erhaben und schön zugleich.

Der Vesta-Tempel ist ein römischer Tempel in Tivoli, Italien, aus dem frühen 1. Jahrhundert vor Christus. Seine Ruinen befinden sich auf der Akropolis der Stadt und überblicken die Wasserfälle des Anio (ein linker Nebenfluss des Tiber), die heute zur Villa Gregoriana gehören.

Es ist nicht sicher bekannt, wem der Tempel geweiht war, ob Herkules, dem Schutzgott Tiburs, oder Albunea, der tiburtinischen Sibylle, oder Tiburnus, dem gleichnamigen Helden der Stadt und Gründers der Stadt, Catillus; oder Vesta selbst, deren bekannterer kreisförmiger Peripteral-Tempel der Vesta im Forum Romanum zu sehen ist. In der Nähe steht ein rechteckiger Tempel, der ebenso schwer zuzuordnen ist und oft als Tempel der Sibylle bezeichnet wird.

Die Kapitelle des Tempels haben zwei Reihen von Akanthusblättern, und sein Abakus ist mit übergroßen Fleuronen in Form von Hibiskusblüten mit ausgeprägten spiralförmigen Stempeln verziert. Die Säulennuten haben flache Oberseiten. Der Fries zeigt zwischen Bucrania hängende Fruchtknospen. Über jedem Fruchtknoten befindet sich eine Rosette. Das Gesims hat keine Modillionen.

Der vergleichsweise gute Zustand des Tempels ist auf seine Christianisierung als Kirche, „Santa Maria della Rotonda“, zurückzuführen. Die christlichen Veränderungen sind bereits im 16. Jahrhundert verschwunden.

Quelle: Finden’s illustrations of the life and works of Lord Byron. With … information on the subjects of the engravings by William Brockedon. Engraver: Edward Francis Finden. London: J. Murray, 1833-34.

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